Die schwedische Gesundheitsbehörde hat allen Menschen über 80 eine vierte Corona-Impfdosis empfohlen. Die Empfehlung gilt auch für Menschen, die in Spezialunterkünften leben, und für Menschen, die häusliche Pflege oder häusliche Krankenpflege in Anspruch nehmen.
Die Ausbreitung vom Coronavirus wird von der schwedischen Gesundheitsbehörde (Folkshälsomyndigheten, FHM) als weiterhin intensiv in Schweden eingeschätzt. In den letzten Wochen wurde eine steigende Zahl von Fällen gemeldet, insbesondere bei Gruppen, die ein erhöhtes Risiko für eine schwere Reaktion auf das Virus haben, wie beispielsweise Bewohner:innen von Pflegeheimen.
Da das Risiko einer schweren Erkrankung mit dem Alter zunimmt, empfiehlt der FHM nun, denjenigen, die am meisten gefährdet sind, eine zweite Auffrischungsdosis anzubieten. Zu dieser Gruppe gehören Menschen, die in Pflegeheimen leben, die häusliche Pflege oder häusliche Krankenpflege in Anspruch nehmen, und Menschen im Alter von 80 Jahren und älter.
„Eine Auffrischungsdosis stärkt den Impfschutz. Daher glauben wir, dass Menschen ab 80 Jahren eine zweite Auffrischungsdosis gut gebrauchen können“, sagte Anders Tegnell, Abteilungsleiter und staatlicher Epidemiologe bei der Gesundheitsbehörde.
Die schwedischen Regionalbehörden können die zweite Auffrischungsdosis frühestens vier Monate nach der vorherigen Dosis anbieten. Die ersten Impfungen werden ab dem 22. Februar verabreicht.
Als Auffrischungsdosis wird derzeit eine volle Dosis des Impfstoffs Comirnaty von Pfizer/Biontech oder eine halbe Dosis des Impfstoffs Spikevax von Moderna empfohlen.
Das Auslaufen der Corona-Maßnahmen begann am 9. Februar in Schweden. Dazu gehört die Aufhebung ausdrücklicher Teilrahmebeschränkungen, wie etwa der räumliche Distanzierung, sowie der Möglichkeit, bei öffentlichen Versammlungen und Veranstaltungen Impfbescheinigungen zu verlangen.

