Schweden vereinfacht Verwaltungsverfahren für ukrainische Flüchtlinge

Die schwedische Regierung will es den Ukrainern, die in Schweden Schutz beantragt haben, erleichtern, Arbeit zu finden und ein Einkommen zu verdienen. Außerdem soll der Zugang zur Gesundheitsversorgung und zu Schulen erleichtert werden. [Shutterstock/Ruslan Lytvyn]

Die schwedische Regierung will ukrainischen Flüchtlingen den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern, indem Verwaltungsverfahren vereinfacht werden. Das kündigte Integrations- und Migrationsminister Anders Ygeman am Donnerstag an.

Die schwedische Regierung wird demnach dem Migrationsamt demnächst erlauben, ukrainischen Flüchtlingen, die eine Aufenthaltsgenehmigung mit vorübergehendem Schutz erhalten haben, eine sogenannte Koordinierungsnummer zuzuweisen.

Eine Koordinierungsnummer ist ein Identifikationscode für Personen, die nicht in Schweden registriert sind oder waren, aber dennoch mit den schwedischen Behörden in Kontakt treten müssen.

„Die Personen müssen also nicht selbst zur Steuerbehörde gehen und einen Antrag stellen“, sagte Ygeman auf einer Pressekonferenz am Donnerstag (12. Mai).

Die schwedische Regierung will es den Ukrainer:innen, die in Schweden Schutz beantragt haben, erleichtern, Arbeit zu finden und ein Einkommen zu verdienen. Außerdem soll der Zugang zur Gesundheitsversorgung und zu Schulen erleichtert werden.

„Der Vorschlag soll so bald wie möglich in Kraft treten“, sagte Ygeman.

Die Regierung will zudem das Migrationsamt damit beauftragen, den Bedarf an Maßnahmen zur Unterstützung von Ukrainer:innen, die in ihr Heimatland zurückkehren möchten, zu analysieren. Die Mission soll Teil eines künftigen Plans für die Rückkehr und den Wiederaufbau der Ukraine sein.

„Schweden wird diejenigen Ukrainer:innen unterstützen, die in ihr Heimatland zurückkehren wollen, und wir werden uns aktiv am Wiederaufbau der Ukraine beteiligen“, sagte Ygeman.

Bislang haben 36.000 Ukrainer:innen Schutz in Schweden beantragt und die schwedische Migrationsbehörde hat 32.400 Genehmigungen erteilt.

„Wir haben unser Hauptszenario von 80.000 Ukrainer:innen, die in diesem Jahr Schutz suchen, ziemlich genau eingehalten“, sagte der Generaldirektor der Migrationsbehörde, Mikael Ribbenvik.

Allerdings sei die Zahl der Schutzsuchenden in der vergangenen Woche leicht zurückgegangen, so Ribbenvik.

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