Schweden entwickelt ersten Satellitenstartplatz in der EU

Das Esrange Space Center wird die erste Plattform für die Entwicklung von Raketentechnologien und den Start von Satelliten in der Europäischen Union sein. [EPA/ESA/CNES/ARIANESPACE SERVICE]

Das Esrange Space Center wird die erste Plattform für die Entwicklung von Raketentechnologien und den Start von Satelliten in der Europäischen Union sein. Die Anlage liegt außerhalb der nordschwedischen Stadt Kiruna und soll im Sommer 2022 betriebsbereit sein. 

Rund 200 Kilometer nördlich des Polarkreises wurde das Esrange Space Center Mitte der 1960er Jahre gegründet. Seitdem ist es ein aktiver Forschungsstandort. Seine Infrastruktur wurde seit 2015 modernisiert und wird nun mit Hilfe eines Darlehensvertrags über 12 Millionen Euro mit der Nordischen Investitionsbank und der staatlichen Swedish Space Corporation (SSC) fertiggestellt.

Wie die Nachrichtenseite Arctic Today berichtet, werden die Raketentestanlagen modernisiert und Bodentechnologien für die Kommunikation mit Satelliten entwickelt.

Das Projekt steht im Einklang mit der schwedischen Strategie von 2018, die darauf abzielt, im Bereich der Raumfahrttechnologie eine Spitzenposition einzunehmen, wobei die Raumfahrtindustrie als strategischer Wirtschaftsfaktor betrachtet wird. Mit der neuen Investition wird Schweden eines von etwa einem Dutzend Ländern weltweit sein, das über eine eigene Satelliteninfrastruktur verfügt.

Der Standort könnte auch ein Vorteil für die Europäische Union sein.

Gegenüber Arctic Today sagte Philip Påhlsson, ein Sprecher der Swedish Space Corporation: „Mit den neuen Raumfahrtkapazitäten wird es höchstwahrscheinlich der erste Startplatz auf dem europäischen Festland werden, der Raumfahrtunternehmen eine Plattform für die Entwicklung ihrer Raketentechnologien der nächsten Generation und den Start ihrer Satelliten bietet.“

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