Schottische Regierung stellt Pläne für neues Unabhängigkeitsreferendum vor

Nicola Sturgeon ist seit 2014 Premierministerin Schottlands. [fraser Bremner/ Scottisch Daily/ epa]

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon will noch vor der Parlamentswahl im kommenden Mai ein neues Unabhängigkeitsreferendum auf den Weg bringen.

Sie kündigte am Dienstag an, einen Gesetzentwurf zu erstellen, in dem die Bedingungen, der zeitliche Ablauf und die genaue Fragestellung für ein Referendum über einen Austritt aus dem Vereinigten Königreich formuliert würden. Allerdings obliegt dem britischen Parlament in London die Entscheidung, ob Schottland eine erneute Volksbefragung zu dem Thema abhalten darf. Die konservative Regierung von Premierminister Boris Johnson hat sich wiederholt dagegen ausgesprochen.

2014 hatten die Schotten mit 55 zu 45 Prozent für einen Verbleib im Vereinigten Königreich gestimmt. Doch mittlerweile ist Umfragen zufolge eine Mehrheit für einen Austritt – ebenso wie die von Sturgeon in Edinburgh geführte Regierung. Die Schotten sind unzufrieden mit Johnsons Corona-Krisenmanagement und wütend über die Entscheidung, Großbritannien aus der Europäischen Union zu führen. Bei dem Brexit-Referendum 2016 hatten die Schotten mehrheitlich gegen den EU-Austritt gestimmt.

Schottland mit "ernsten Bedenken" gegen Johnson als Premier

Die Ernennung von Boris Johnson zum Premierminister hat in Schottland Besorgnis ausgelöst: Die Erste Ministerin Nicola Sturgeon sagte, sie hege „ernste Bedenken hinsichtlich der Aussicht auf seine Amtszeit“.

Subscribe to our newsletters

Subscribe
UNTERSTÜTZEN