Schaden durch organisierte Kriminalität nimmt in Deutschland zu

Die organisierte Kriminalität hat im Jahr 2020 einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursacht, so der Jahresbericht des Bundeskriminalamtes. [Shutterstock/Cameris]

Schaden durch organisierte Kriminalität nimmt zu. Die organisierte Kriminalität hat im Jahr 2020 einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursacht, wie aus dem Jahresbericht des Bundeskriminalamts hervorgeht. Im Jahr 2019 beschlagnahmten die Behörden Vermögenswerte im Wert von 644 Millionen Euro, während 2020 Beschlagnahmungen im Wert von 1,02 Milliarden Euro erfolgten, heißt es in dem Bericht weiter.

„Der Druck auf die organisierte Kriminalität ist in Deutschland heute so hoch wie nie zuvor“, erklärte Innenminister Horst Seehofer.

„Wenn wir kriminell erlangtes Vermögen beschlagnahmen, treffen wir die Kriminellen dort, wo es am meisten weh tut. Kriminalität darf sich für niemanden lohnen. Wir dulden keine rechtsfreien Räume, weder analog noch digital“, so Seehofer.

Mit 594 Ermittlungsverfahren im Vergleich zu 579 im Jahr 2019 sei der Anstieg relativ moderat, obwohl 2020 ein Jahr der Reiseverbote war. Mehr als 70 Prozent der Ermittlungen hätten sich gegen Gruppen von mehr als zehn Personen gerichtet.

Deutsche Staatsangehörige machen mit 38,9 % weiterhin den größten Anteil der Verdächtigen aus. Der Anteil der Migranten, die der Beteiligung an der organisierten Kriminalität verdächtigt werden, liegt bei 13,6 %, was 890 Tatverdächtigen entspricht.

Mehr als ein Drittel der Gruppen handelte mit Betäubungsmitteln.

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