Salvini lehnt „improvisierten“ Euro-Austritt Italiens ab

Der Parteichef der italienischen Rechtsaußenpartei Lega, Matteo Salvini, hat sich gegen einen unkontrollierten Austritt seines Landes aus dem Euro ausgesprochen. [European Parliament/Flickr]

Der Parteichef der italienischen Rechtsaußenpartei Lega, Matteo Salvini, hat sich gegen einen unkontrollierten Austritt seines Landes aus dem Euro ausgesprochen.

Auch wenn der die Gemeinschaftswährung für einen „Fehler“ halte, sei ein „improvisierter“ Austritt „nicht etwas, das wir wollen“, sagte Salvini Reportern am Dienstag im Europäischen Parlament in Straßburg. Seine Partei arbeite an einem Plan B, fügte Salvini hinzu.

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Salvinis Partei hatte bei den Parlamentswahlen am 4. März die meisten Stimmen innerhalb der rechten Parteienkoalition um Silvio Berlusconis Forza Italia bekommen. Der Parteivorsitzende hatte daraufhin „das Recht und die Pflicht“ beansprucht, Italien zu regieren – obwohl die populistische Fünf-Sterne-Bewegung mehr Stimmen bekommen hatte.

Salvini sagte am Dienstag außerdem, er würde als italienischer Ministerpräsident nicht zögern, die von der EU beschlossenen Defizitgrenzen zu überschreiten. Die Grenze sei „Teil der aufgezwungenen europäischen Regeln“. Sollte er italienischer Regierungschef werden, würde er versuchen sie einzuhalten – wenn das aber Arbeitsplätze koste, „werden wir das nicht
akzeptieren“.

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