Sachsens Regierungschef lehnt Gutscheine für Urlaub in Deutschland ab

Michael Kretschmer übergibt Gesichtsmasken an MitarbeiterInnen eines Supermarktes. [FILIP SINGER/EPA]

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich in scharfer Form gegen den Vorschlag seines bayerischen Amtskollegen Markus Söder (CSU) gewandt, Gutscheine für den Urlaub innerhalb Deutschland auszugeben.

Die Situation in der Corona-Krise sei „so ernsthaft und sensibel, dass wir uns auf die absolut notwendigen Dinge konzentrieren sollten“, sagte Kretschmer den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben). Zu diesen Prioritäten bei der Verwendung staatlicher Gelder zählten Urlaubsgutscheine nicht, betonte er.

Markus Söder – der mächtige Macher aus München

In der Corona-Krise hat CSU-Chef und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder an Beliebtheit gewonnen. Manche sähen in ihm auch einen veritablen Kanzlerkandidaten. Er selbst? Sagt nein. Jetzt zumindest noch.

Kretschmer plädierte aber für weitergehende staatliche Hilfen für die Gastronomie als bislang geplant. Konkret schlug er vor, die Reduktion der Mehrwertsteuer auf Getränke auszudehnen und die zeitliche Befristung der Mehrwertsteuersenkung für die Branche aufzuheben. Die Bundesregierung hatte Anfang Mai eine Mehrwertsteuersenkung von 19 auf sieben Prozent für Speisen in Gaststätten bis Ende Juni 2021 beschlossen.

Das Thema finanzieller Anreize für den Urlaub innerhalb Deutschlands könnte beim kleinen Parteitag der CSU an diesem Freitag eine Rolle spielen. Parteichef Söder hatte vor einigen Tagen für solche Anreize etwa in der Form von Gutscheinen plädiert. Wegen der Coronavirus-Pandemie hält die CSU erstmals in ihrer Geschichte einen kleinen Parteitag nur über das Internet ab.

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