Razzien gegen Rechtsextremisten wegen Drohschreiben in mehreren Bundesländern

Anlass für die Durchsuchungen sind Ermittlungen der Behörden und der bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus gegen die mutmaßlichen Urheber von insgesamt 23 Drohschreiben. [Jaromir Chalabala, Shutterstock]

In mehreren Bundesländern sind Einsatzkräfte am Mittwoch wegen Drohschreiben zu Razzien gegen Rechtsextremisten ausgerückt. Insgesamt sieben Objekte wurden seit dem Morgen in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern durchsucht, wie die Generalstaatsanwaltschaft München und das bayerische Landeskriminalamt mitteilten.

Anlass für die Durchsuchungen sind Ermittlungen der Behörden und der bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus gegen die mutmaßlichen Urheber von insgesamt 23 Drohschreiben, die zwischen dem 8. Juli und dem 23. Juli bundesweit an verschiedene Institutionen verschickt wurden. Davon betroffen waren unter anderem Ankerzentren in Bayern, islamische Zentren, Moscheen, Parteizentralen und Presse- und Medienagenturen.

Die Verfasser drohten mit Sprengstoffanschlägen auf diese Einrichtungen. Unterschrieben waren die Schreiben mit „Volksfront“, „Combat 18“ oder „Blood and Honour (trotz Verbot sind wir nicht tot)“. Weitere Angaben zu den Razzien wurden zunächst nicht gemacht.

 

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