Pro-Macron-Parteien schließen sich für Parlamentswahlen zusammen

Die Pro-Macron-Gruppe jeder der beteiligten Parteien Wahlkreise zugewiesen. Trotz des Bündnisses werden die Parteien in der Nationalversammlung weiterhin in verschiedenen Fraktionen sitzen. [EPA-EFE/Guillaume Horcajuelo]

Der kürzlich wiedergewählte Präsident Emmanuel Macron wirbt im Vorfeld der Parlamentswahlen im Juni um Unterstützung, doch auch die Linke kämpft um eine Mehrheit in der Nationalversammlung.

Die Spitzen der Präsidentenmehrheit haben sich am Donnerstag (5. Mai) geeinigt, sich in einem „Bündnis“ unter dem Namen „Ensemble“ („Gemeinsam“) zusammenzuschließen.

„Ensemble“ steht für den Willen, sich zu vereinen, Seite an Seite, um die Ideen von Macron zu vertreten (…). Es ist die präsidiale Mehrheit, Ensemble, die es ermöglicht hat, eine politische Vereinbarung zu treffen, um Kandidat:innen für die Parlamentswahlen aufzustellen“, sagte der derzeitige Präsident der Nationalversammlung, Richard Ferrand, der diese neue Koalition leiten wird.

„Ensemble“ wird La République en Marche (LREM), die von Macron 2016 gegründete Partei, die Demokratische Bewegung (MoDem), die bereits während der ersten Amtszeit des Präsidenten zur Regierungsmehrheit gehörte, und Horizonte, die vom ehemaligen Premierminister Édouard Philippe gebildete Partei, zusammenführen.

Die Pro-Macron-Gruppe jeder der beteiligten Parteien Wahlkreise zugewiesen. Trotz des Bündnisses werden die Parteien in der Nationalversammlung weiterhin in verschiedenen Fraktionen sitzen.

Von den 577 Mandaten, die zu vergeben sind, wird die LREM voraussichtlich 400 Kandidat:innen aufstellen, die MoDem etwas mehr als hundert, und Horizons soll 58 Wahlkreise erhalten, berichtet AFP.

Der Generalsekretär von LREM, Stanislas Guérini, nutzte die Gelegenheit auch, um die Namensänderung der Präsidentenpartei anzukündigen, die nun „Renaissance“ heißt und damit Anklang an die französische Delegation von Abgeordneten der Gruppe „Renew“ im Europäischen Parlament nimmt. Es gehe darum, „die Wahl zwischen Aufklärung und Obskurantismus zu treffen, getreu dem, was wir in Europa vertreten“, erklärte Guérini.

Subscribe to our newsletters

Subscribe