Portugiesen wollen gehört werden, aber sich nicht an Konferenz zur Zukunft Europas beteiligen

In einem am Dienstag veröffentlichten speziellen Eurobarometer zur Zukunft Europas wurden zwischen dem 22. Oktober und dem 20. November 2020 1.027 Portugiesen von insgesamt 27.034 EU-Bürgern über 15 Jahren befragt. [Shutterstock / DenisProduction.com]

In einem Barometer der Future of Europe Conference, das am Dienstag (9. März) veröffentlicht wurde, waren 96 Prozent der portugiesischen Bürger der Meinung, dass die EU ihre Meinung bei EU-bezogenen Entscheidungen nicht berücksichtige.

Rund 96 Prozent der portugiesischen Bürger war in der Umfrage der Meinung, dass die EU ihre Meinung bei EU-bezogenen Entscheidungen nicht berücksichtige.

In einem speziellen Eurobarometer zur Zukunft Europas, das am Dienstag veröffentlicht wurde, wurden letztes Jahr zwischen dem 22. Oktober und 20. November 1.027 Portugiesen unter insgesamt 27.034 EU-Bürgern über 15 Jahren befragt.

Laut den Umfrageergebnissen haben 96 Prozent das Gefühl, dass ihre Meinung bei Themen, die die Zukunft der EU betreffen, nicht berücksichtigt wird, was über dem EU-Durchschnitt von 92 Prozent liegt.

Allerdings gaben 64 Prozent an, dass sie nicht an der Konferenz über die Zukunft Europas teilnehmen würden, während 34 Prozent sagten, sie würden es tun.

Im EU-Durchschnitt gaben 51 Prozent der befragten Bürger an, an der Konferenz über die Zukunft Europas teilnehmen zu wollen. Im Vergleich dazu waren 48 Prozent dagegen.

Die Konferenz, die durch die derzeitige portugiesische EU-Ratspräsidentschaft neuen Schwung erhalten hat, soll ein öffentliches Forum für eine offene, integrative und transparente Debatte über die EU werden, an der nationale Parlamente, Sozialpartner, regionale und lokale Behörden sowie die Zivilgesellschaft teilnehmen.

Das Eurobarometer zeigte auch, dass 75 Prozent der befragten EU-Bürger glauben, dass die Konferenz zur Zukunft Europas einen positiven Einfluss auf die europäische Demokratie haben wird und dass 76 Prozent sogar der Meinung sind, sie stelle einen bedeutenden Fortschritt für die Demokratie in der EU dar.

Sechs von zehn Befragten gaben an, dass die durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste Krise sie dazu gebracht hat, über die Zukunft der EU nachzudenken. 35 Prozent der Befragten gaben an, dass sie auf vergleichbare Lebensbedingungen hoffen, während 30 Prozent bzw. 25 Prozent eine größere Solidarität zwischen den EU-Mitgliedsstaaten und eine gemeinsame Gesundheitspolitik fordern.

Am vergangenen Donnerstag billigte die Konferenz der Präsidenten des Europäischen Parlaments eine von der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft ausgehandelte gemeinsame Erklärung zur Konferenz über die Zukunft Europas und unterstützte damit eine Veranstaltung, von der es hieß, sie könne eine „große Chance“ für den Dialog mit den Bürgern sein.

Die Zustimmung des EU-Parlaments einen Tag nach der Genehmigung durch den Rat war der letzte Schritt, der nötig war, um die Konferenz zur Zukunft Europas zu starten, die in den kommenden Wochen stattfinden soll – möglicherweise sogar noch vor einer symbolischen Zeremonie, die für den Europatag am 9. Mai in Straßburg geplant ist.

Dieses Spezial-Eurobarometer zur Zukunft Europas ist die erste gemeinsame Umfrage des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission.

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