Polizei auf Terror-Razzia in Nordrhein-Westfalen

Polizeieinsatz in Nordrhein-Westfalen. [Pradeep Thomas Thundiyi/ Shutterstock]

Die Polizei hat in Nordrhein-Westfalen eine Antiterror-Razzia im Kreis möglicher Islamisten durchgeführt.

Drei von ursprünglich sechs Männern bleiben laut Polizei noch in Gewahrsam. Dabei bestätigte ein Richter für zwei in Düren festgenommene Gefährder im Alter von 30 und 21 Jahren die maximal mögliche Gewahrsamsdauer von 14 Tagen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Da der 21-Jährige bei dem polizeilichen Zugriff verletzt wurde, befinde er sich unter Bewachung in einer Klinik.

Für den dritten Mann, einen 20-Jährigen, setzte der Richter eine Dauer von zehn Tagen Gewahrsam fest. Auf Anordnung eines Richters sei ein weiterer Mann freigelassen worden. Zuvor habe die Polizei nach einer neuen Bewertung des Sachverhalts ihren eigenen Antrag auf Langzeitingewahrsamnahme zurückgezogen, der 22-Jährige aus Düren kam daraufhin frei. Bereits am Donnerstag waren zwei Männer nach kurzer Zeit wieder freigelassen worden.

Die Polizei war am Donnerstag mit Durchsuchungen in Düren und Köln zur Gefahrenabwehr gegen die Verdächtigen vorgegangen. Unter diesen sind zwei als Gefährder eingestufte Islamisten, einer von ihnen war in der inzwischen geschlossenen Berliner Fussilet-Moschee tätig. Dort hatte der Berlin-Attentäter Anis Amri verkehrt.

Eine während der Razzia gefundene Flüssigkeit habe sich als unbedenklich herausgestellt, teilte die Polizei mit. Aktuell werden nun Datenträger mit einem Volumen von mehreren Terabyte ausgewertet.

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