Österreichische Tourismusbranche fällt durch Pandemie auf Niveau der 1970er zurück

Mitarbeiter des Traditionshotels Sacher feiern dessen Wiedereröffnung vor dem Hotel am ersten Tag nach der Erhebung einer Ausgangssperre in Wien, Österreich. [EPA-EFE/CHRISTIAN BRUNA]

Österreichs Tourismusbranche wurde von der Corona-Pandemie schwer getroffen und fiel zurück auf das Niveau von den 1970er Jahre. Dies geht aus den am Mittwoch (26. Januar) veröffentlichten Zahlen von so Statistik Austria hervor.

79,57 Millionen Nächtigungen wurden 2021 in der Alpenrepublik verzeichnet – ganze 48 Prozent weniger im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 und 25 Prozent weniger als 2020. Damit fällt die österreichische Tourismusbranche auf das Niveau von 1970 zurück: damals würden 79,52 Übernachtungen verzeichnet.

„Corona-bedingte Geschäftsschließungen und internationale Reisebeschränkungen haben den Tourismus in Österreich auch 2021 hart getroffen“, erklärte Tobias Thomas, Direktor des österreichischen Statistikamtes, in einem Bericht des ORF.

Er fügte hinzu, dass die Schließung von Unternehmen in den entscheidenden Monaten Januar bis Mai und November der Hauptgrund für das besorgniserregende Ergebnis sei.

Die Betriebe in der Tourismusbranche fordern erneut Unterstützung vom Staat.

„Die Tatsache, dass die Übernachtungen im Jahr 2021 weiter zurückgegangen sind, sogar im Vergleich zum schrecklichen Jahr 2020, zeigt deutlich, dass wir mehr denn je gezielte Unterstützung brauchen“, sagte Susanne Kraus-Winkler im Namen der Wirtschaftskammer Österreich.

Für die Wirtschaft ist klar, dass Restriktionen wie die Ausgangssperre ab 22 Uhr in Österreich ein Ende haben müssen.

„Unternehmen und Arbeitnehmer sind bereit für einen erfolgreichen Neustart. Damit dies gelingt, müssen Restriktionen wie die frühere Ausgangssperre dringend fallen gelassen werden“, so Kraus-Winkler.

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