Österreichischer Bundeskanzler stellt neues Kabinett vor

"Jeder Wechsel ist immer auch eine Chance", sagte Nehammer bei der Pressekonferenz am Dienstag (10. Mai), bei der er sein neues Kabinett vorstellte. [EPA-EFE/Steffi Loos]

Bundeskanzler Karl Nehammer hat am Dienstag die Umstrukturierung seines Kabinetts bekannt gegeben, nachdem am Montag zwei Ministerinnen zurückgetreten waren.

Die ehemalige Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und die Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, beide enge Vertraute von Ex-Kanzler Sebastian Kurz, traten am Montag (9. Mai) unerwartet zurück, was nach Ansicht vieler Kommentator:innen ein vom Kurz-Lager inszenierter Schritt war.

„Jeder Wechsel ist immer auch eine Chance“, sagte Nehammer bei der Pressekonferenz am Dienstag (10. Mai), bei der er sein neues Kabinett vorstellte.

Norbert Totschnig wurde zum Landwirtschafts- und Regionalminister ernannt, während Arbeitsminister Martin Kocher zusätzlich das Wirtschaftsressort erhielt. Kochers „Superministerium“ wird auch eines der zwei neuen Staatssekretariate umfassen. Susanne Kraus-Winkler wird für den Tourismus zuständig sein.

Florian Truth wurde zum Staatssekretär für Digitalisierung und Breitband im Finanzministerium ernannt und Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm ist nun auch für den Zivildienst und das Ehrenamt zuständig.

Auf Berichte, wonach der Kanzler von den Rücktritten selbst überrascht worden sei, reagierte Nehammer mit den Worten: „Mein Team hat das Recht, selbst zu entscheiden, wann es einfach nicht mehr geht.“

Nehammer, der auch Parteichef der konservativen ÖVP ist, dürfte beim kommenden Parteitag am Samstag (14. Mai) unter Druck stehen, da seine Partei in den Umfragen zurückgefallen ist.

Subscribe to our newsletters

Subscribe