Österreich warnt vor neuen Flüchtlingsrouten in EU

Österreich löst mit seinem Bescchluss einer Obergrenze für Flüchtlinge einen Dominoeffekt aus.

Österreich setzt in der Flüchtlingspolitik weiter auf Abschottung. [Foto: dpa]

Österreichs Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil warnt: Neue Schlepperrouten entstünden in der EU. Es gebe darum verdeckte Kontrollen an der Grenze zur Slowakei.

Die österreichische Regierung warnt vor der Entstehung neuer Flüchtlingsrouten in der Europäischen Union. Österreichs Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil sagte der Zeitung „Welt“, nachdem Ungarn und Mazedonien den Schutz der EU-Außengrenzen deutlich verschärft hätten, entstünden in jüngster Zeit neue Schlepperrouten auf dem Balkan.

„Wir beobachten, dass viele Flüchtlinge, die heute beispielsweise aus Griechenland und Serbien kommen, neuerdings versuchen, über die Route Slowakei weiter in Richtung Norden zu ziehen“, sagte Doskozil. Polizei und Militär in Österreich hätten daher mit verdeckten Schwerpunktkontrollen im Hinterland der Grenze zur Slowakei begonnen. Die Balkanroute sei „immer noch nicht gänzlich geschlossen“, sagte der Minister der sozialdemokratischen SPÖ. Rund 8000 der insgesamt bisher 12.000 Asylantragssteller seien in diesem Jahr über den Balkan nach Österreich gelangt.

Nach dem Bruch der großen Koalition wird in Österreich Mitte Oktober ein
neues Parlament gewählt.

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