Österreich führt Lockdown-Maßnahmen für Ungeimpfte ein

Am Freitag kündigte die österreichische Regierung neue COVID-19-Maßnahmen an, die sich speziell gegen ungeimpfte Personen richten. [Shutterstock/ Andrea Delbo]

Am Freitag kündigte die österreichische Regierung neue COVID-19-Maßnahmen an, die sich speziell an ungeimpfte Personen richten. Der Plan sieht die Möglichkeit von Lockdown-Maßnahmen für Ungeimpfte vor, wenn die Belegungsrate von Intensivstationen einen bestimmten Schwellenwert erreicht.

„Allen ungeimpften Menschen muss klar sein, dass auf ihren Schultern nicht nur die Verantwortung für ihre eigene Gesundheit lastet, sondern auch für die ihrer Mitmenschen“, sagte Bundeskanzler Alexander Schallenberg auf einer Pressekonferenz.

Er werde nicht zulassen, dass das Gesundheitssystem überlastet wird, nur weil sich einige Menschen weigern, sich impfen zu lassen.

Österreich hat bereits Anfang September dreistufige COVID-19-Maßnahmen eingeführt, die sich an Ungeimpfte richten. Da die Zahl der Infektionen wieder ansteigt und die Impfquote bei etwa 70% stagniert, kündigte die Regierung zwei weitere Stufen an, die noch strengere Maßnahmen vorsehen.

Anders als im letzten Jahr sind die Maßnahmen nicht an die Infektionsrate, sondern an die Belegung der Intensivstationen gebunden.

Die vierte Stufe des Plans sieht vor, dass nur geimpfte oder vom Virus genesene Personen Bars, Hotels oder kulturelle Veranstaltungen betreten dürfen. Ein Lockdown für Ungeimpfte wird eingeführt, wenn in der fünften Stufe mehr als 30% der Intensivstationen belegt sind.

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein betonte, dass die Regierung zwischen denen, die „geschützt“ sind, und denen, die nur „negativ getestet“ sind, unterscheiden wird.

„Für alle, die nicht geschützt, aber getestet sind, ist es daher wichtig zu wissen, wo die Reise hingehen kann, sollte sich die Pandemie so weiterentwickeln, wie es die Hochrechnungen aktuell zeigen“, sagte Mückstein.

Subscribe to our newsletters

Subscribe