Moscovici will 2019 Präsident der EU-Kommission werden

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EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici dringt nach den Enthüllungen der "Paradies Papers" auf eine Schwarze Liste mit Steuerparadiesen bis Jahresende. [European Commission]

Der EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici bringt sich als erster Bewerber um die Nachfolge von Jean-Claude Juncker in Stellung – allerdings unter einer Voraussetzung.

EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici hat sich als erster Bewerber für die Nachfolge von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Jahr 2019 in Stellung gebracht. „Die Kandidatur um das Amt des Kommissionspräsidenten könnte mich interessieren“, sagte der frühere französische Finanzminister der „Welt am Sonntag“. Moscovici will allerdings
nur bei guten Erfolgsaussichten kandidieren: „Ich würde keine Kampagne nur der Kampagne wegen anführen wollen, sondern mit dem Anspruch zu gewinnen.“

Europas Sozialdemokratie stecke in einer Krise, sagte Moscovici. Es fehle an „Geschlossenheit, Führung und Ideen“. „Die Frage ist, ob wir das in zwei Jahren wieder aufbauen können“, fügte Moscovici hinzu, der seit Jahren zu den führenden Köpfen der Sozialistischen Partei in Frankreich gehört.

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Die Sozialdemokratie in Europa müsse sich erneuern, forderte der Franzose. „Wir müssen aufhören, die Vertreter der Mitte als Verräter anzusehen und die Linken als Verrückte. Wir müssen Konzepte entwickeln, wie wir die Ungleichheit in Europa beenden. Wir müssen Führung zeigen, international wie in Europa.“

Über den Nachfolger von EU-Kommissionspräsident Juncker wird 2019 entschieden. Es wird davon ausgegangen, dass die Staats- und Regierungschefs an der Praxis festhalten werden, den Spitzenkandidaten des siegreichen Parteienbündnisses bei den Europawahlen an die Kommissionsspitze zu berufen.

Für Moscovici ist eine Kandidatur für das Amt des Kommissionspräsidenten aber nicht die einzige Zukunftsoption. „Ich könnte auch gut etwas ganz anderes machen“, sagte der 59-Jährige der „WamS“.

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