Mitgliedsstaaten lockern Regelungen und besprechen Grenzöffnungen

Dubrovnik in Kroatien. Wird es diesen Sommer wieder so viele Touristen geben wie sonst? [ROman Babakin/ Shutterstock]

In mehrere europäischen Länder öffnen ab Montag wieder die Restaurants, Museen und weitere Geschäfte. Zugleich besprechen die Außenminister heute mögliche Grenzöffnungen für den Tourismus.

In Italien dürfen sich die Menschen dann wieder innerhalb ihrer Region frei bewegen. Auch Restaurants, Bars, Friseursalons, Geschäfte und Museen öffnen wieder. Nach zweimonatiger Schließung öffnet auch der Petersdom in Rom wieder seine Pforten. In Belgien werden die Schulen wieder geöffnet, in Griechenland nehmen die Oberschulen den Unterricht wieder auf. Auch die Akropolis in Athen öffnet wieder für Besucher.

Auch in zahlreichen spanischen Städten treten am Montag Lockerungen in Kraft. Familientreffen und Verabredungen mit Freunden sind dann wieder erlaubt. Die Außenbereiche von Cafés und Bars dürfen wieder Gäste bewirten. Restaurants und Cafés machen auch in Portugal wieder auf, wo zudem Oberschulen und Kindergärten wieder öffnen.

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Maas berät mit Amtskollegen über Grenzöffnungen für Sommerurlaube

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) will am Montag (ab 13.00 Uhr) in einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen aus den Urlaubsländern Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien über Lockerungen der Reiserestriktionen beraten. In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ sagte Maas, es gebe bei der Bekämpfung der Pandemie in vielen Ländern positive Entwicklungen. Deshalb solle es nach dem 15. Juni „eigentlich“ keine weltweiten Reisewarnungen durch das Auswärtige Amt mehr geben.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hatte zuvor in in einem Interview gesagt, er sehe gute Chancen, dass die Bundesbürger die Sommerferien „nicht nicht nur im Inland, sondern auch im europäischen Ausland verbringen können“. Ziel sei es, dass wieder alle Länder in Europa bereist werden können, sagte Bareiß der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“.

Mission Urlaubsrettung

Die EU-Kommission will morgen eine Strategie verabschieden, mit der die EU-Regierungen das Tourismusgeschäft auf koordinierte Weise wieder öffnen. Die EU-Exekutive wird sich auch erneut zur kontroversen Debatte „Gutscheine oder Rückerstattungen“ äußern.

Vor den heutigen Beratungen der europäischen Außenminister haben einige Minister für die Rückkehr deutscher Urlauber in ihre Länder geworben. Griechenland habe sich in der Pandemie als sicheres Land für seine Bürger erwiesen, sagte Außenminister Nikos Dendias dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montagsausgaben).

Der kroatische Ministerpräsident Plenkovic sagte, Angst vor unentdeckten Infektionen in Kroatien müssten Touristen keine haben, versicherte Plenkovic. Das gesamte Gesundheitssystem des Landes sei in Alarmbereitschaft gewesen. Derzeit würden in Kroatien neue Regeln für Cafés und Restaurants getestet. „Wir beobachten, wie das in der Praxis funktioniert. Und ich bin mir sicher, dass wir noch vor Beginn der Sommersaison viele gute praktische Erfahrungen sammeln werden“, sagte Plenkovic.

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