Minister: Brexit kostet Griechenland bis zu 0,8% seines BIP

Katrougalos über den Brexit: „Wir befinden uns gerade in unbekannten Gewässern. [brownpau/Flickr]

Der Brexit wird Auswirkungen auf die griechische Wirtschaft und insbesondere den Tourismussektor haben, sagte der griechische stellvertretende Auβenminister George Katrougalos am Montag.

Katrougalos zitierte Zahlen der Nationalbank Griechenlands und warnte, dass sich Brexit-Effekte auf 0,4 bis 0,8 Prozent des BIP (800 Millionen bis 1,6 Milliarden Euro) belaufen könnten.

Während seiner Rede vor dem EU-Ausschuss des griechischen Parlaments erklärte der SYRIZA-Politiker, den gröβten Verlust müsse der Tourismus hinnehmen. Im Jahr 2015 hatten ungefähr 2,4 Millionen Briten das Land besucht und dabei ca. 2 Milliarden Euro ausgegeben. Wenn der Brexit im Jahr 2019 abgeschlossen sei, würden sich die Einnahmen um 2,29 bis 6,3 Prozent verringern, so Katrougalos weiter.

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Bei Exporten nach Groβbritannien – derzeit 10 Prozent der Gesamtexporte Griechenlands – seien die Euro-Pfund-Wechselkurse entscheidend. „Wir befinden uns gerade in unbekannten Gewässern. Es ist noch nicht klar, welche Auswirkungen der Brexit genau haben wird”.

Desweiteren warb Katrougalos für parteiübergreifende Unterstützung für den Plan, die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) nach dem Brexit von London nach Griechenland zu versetzen. „Das wäre für das lokale Wachstum wichtig“, so Katrougkalos gegenüber EURACTIV.com. „In und nach der Krise des Landes würde die Präsenz einer solchen EU-Agentur stark zum Wachstum beitragen“, fügte er hinzu.

Auβerdem unterstütze er den italienischen Vorschlag, die 73 Sitze von britischen MEPs im Europäischen Parlament nicht wegfallen zu lassen, sondern sie auf die verbleibenden Mitgliedstaaten aufzuteilen.

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