Letztes Rohr der Nord Stream 2-Pipeline geschweißt, bereit für die Inbetriebnahme im Jahr 2021

Das deutsch-amerikanische Abkommen über die Ukraine und Nord Stream 2, das die Spannungen beseitigt hat, wurde zum Teil von dem kürzlich verstorbenen Diplomaten Jan Hecker ausgehandelt. [EPA-EFE/CLEMENS BILAN] [EPA/CLEMENS BILAN]

Nord Stream 2, das Projekt, das zu schweren Spannungen zwischen der EU und der früheren Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump geführt hatte, ist nun fast fertig und bereit, russisches Erdgas direkt nach Deutschland zu leiten.

„Spezialisten auf dem Verlegeschiff Fortuna haben das letzte Rohr geschweißt“, teilte der Betreiber von Nord Stream 2 am Montag (6. August) mit und bestätigte, dass mit der Verbindung des deutschen Abschnitts mit dem dänischen Abschnitt über Wasser die Pipeline fertiggestellt wird.

Nach den Vorbereitungsarbeiten soll die Pipeline noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden, teilte das Unternehmen mit.

Die baltischen EU-Staaten und die USA hatten eine stärkere Abhängigkeit von russischem Gas befürchtet, während Deutschland und insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel stets betonten, dass es sich bei dem Projekt in erster Linie um ein Geschäft und nicht um einen geopolitischen Schachzug des Kremls handele.

Während die Trump-Administration schwere Sanktionen gegen die beteiligten Unternehmen verhängt hatte, hatte sich die Biden-Administration dafür entschieden, keine weiteren Sanktionen zu verhängen, um die Beziehungen zu Deutschland zu verbessern.

Das deutsch-amerikanische Abkommen über die Ukraine und Nord Stream 2, das die Spannungen beendete, war zum Teil von dem kürzlich verstorbenen Diplomaten Jan Hecker ausgehandelt worden.

Deutschlands Partei Die Linke – bekannt dafür, dass sie ein vorwärtsgewandtes Engagement mit Russland befürwortet und Sanktionen ablehnt – unterstützte die Pipeline nachdrücklich und bezeichnete die US-Sanktionen als illegal. Die Linke hat Chancen, an der nächsten deutschen Regierung beteiligt zu werden.

Die Pipeline wird Russland unabhängiger von der Ukraine als Transitland machen, für das 2 Milliarden Euro an Transitgebühren auf dem Spiel stehen, wenn die Gastransitverträge 2024 auslaufen. Dies könnte besorgniserregende Auswirkungen auf die anhaltende Stärke und Sicherheit des Landes haben.

Subscribe to our newsletters

Subscribe