Le Pen stellt ihre Vision von Europa vor

Marine Le Pen, Kandidatin der Partei Rassemblement national (RN) für die französischen Präsidentschaftswahlen 2022, spricht auf einer Pressekonferenz über ihr Programm für Europa in Paris, Frankreich, am 18. Januar 2022. [EPA-EFE/CHRISTOPHE PETIT TESSON]

Marine Le Pen, die Vorsitzende der rechtsextremen Partei Rassemblement National, erläuterte ihre Vorstellung von einem „Europa der Nationen„, das einen Gegenentwurf zum „beunruhigenden“ Projekt von Präsident Emmanuel Macron bieten soll.

Le Pen möchte ein „europäisches Bündnis der Nationen“ aufbauen, erklärte die rechtsextreme Politikerin auf ihrer Pressekonferenz zur französischen Präsidentschaft am Dienstag. Ein Ziel, das „im Gegensatz zu dem von Emmanuel Macron vertretenen steht. […] Das Ziel der Europäer:innen, die die Völker vergessen und die Nationen dominieren“, fügte sie hinzu.

Le Pen nahm die EU wegen ihrer Grenzpolitik ins Visier. Diese führe zu „Handelshemmnisse[n] und verstoße gegen das mittlerweile religiöse Dogma der Freizügigkeit“ aufgrund der „globalistischen Ideologie“ und „des Dogmas von Schengen“, sagte sie.

Sie kritisierte auch Macron – den sie als „Faktotum von Frau Merkel“ bezeichnete – und warf ihm vor, er wolle „unseren Verteidigungsapparat auf Gegenseitigkeit stellen, insbesondere mit den Deutschen, von denen uns alles trennt“. Sie beschuldigte ihn auch, eine gemeinsame EU-Verteidigungsstrategie zu fördern.

Die rechtsextreme Politikerin erkannte jedoch die Notwendigkeit einer „Zusammenarbeit zwischen den europäischen Nationen“ an, wenn die Interessen übereinstimmen.

Le Pen beschuldigte Brüssel, „alles auslöschen zu wollen, was uns an unsere Wurzeln und unsere Identität erinnern könnte“ und „seine Gesetze über die Verfassungen der Staaten zu stellen“.

Die rechtsextreme Parteichefin fügte hinzu, sie begrüße den „Akt des Widerstands“ der polnischen und ungarischen Regierungen, die sich „weigerten, sich dem Brüsseler Diktat zu unterwerfen“. Ihr zufolge wird es „keine europäische Souveränität geben, weil es kein europäisches Volk gibt“.

Sollten die Franzosen ihre Kandidatur unterstützen, würde Le Pen nicht nur „Frankreich vor der organisierten Dekonstruktion retten, sondern auch Europa vor einer programmierten [demografischen] Unterwanderung“, fügte sie hinzu.

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