Kroatien hofft auf grünes Licht für Schengen-Beitritt

"Im Allgemeinen sind wir bereit für den Schengen-Beitritt, wir sind bereit für die rechtlichen Standards, wir sind bereit für den Schutz der Grenze, wir sind vollständig bereit", sagte Plenković gegenüber den EU-Abgeordneten. [EPA-EFE/OLIVIER HOSLET]

Der Rat der EU wird nächste Woche einen formellen Vorschlag über den Beitritt Kroatiens zum Schengen-Raum im Jahr 2023 an das Europäische Parlament übermitteln.

Der kroatische Premierminister Andrej Plenković sagte am Mittwoch vor dem EU-Gipfel in Brüssel, dass die Entscheidung unterstützt werden sollte, da Zagreb bereit sei.

„Im Allgemeinen sind wir bereit für den Schengen-Beitritt, wir sind bereit für die rechtlichen Standards, wir sind bereit für den Schutz der Grenze, wir sind vollständig bereit“, sagte Plenković gegenüber den EU-Abgeordneten.

„Außerdem sind wir ein Land, das nie die politische Entscheidung getroffen hat, Mauern oder Zäune oder Stacheldraht zu errichten, nicht mit Serbien, nicht mit Bosnien-Herzegowina und nicht mit Montenegro. Wir sind Freunde, Nachbarn, mit denen wir keine physischen Barrieren haben sollten.“

Wenn der Schengen-Beitritt bestätigt wird, wird Kroatien am 1. Januar 2023 den Euro einführen und damit 30 Jahre nach dem blutigen Zusammenbruch Jugoslawiens als jüngstes EU-Mitglied in die Europäische Währungsunion eintreten.

Plenkovic sagte, dass die 1.300 Kilometer lange kroatische Grenze, die größtenteils aus zerklüftetem Bergland mit Bosnien-Herzegowina besteht, von mehr als 6.000 kroatischen Polizisten bewacht wird, „unter der strengen Aufsicht des Innenministeriums.“

„Jede einzelne Beschwerde wird überprüft und verifiziert“, sagte Plenković in Anspielung auf frühere Medienberichte über gewaltsame Zurückdrängung und körperliche Misshandlung von Flüchtlingen und Migrant:innen durch die Polizei.

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