Italienische Gas- und Strompreise steigen trotz staatlicher Eingriffe

Die Strom- und Gaspreise haben im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 94 Prozent beziehungsweise 131 Prozent zugelegt. [Shutterstock / Sashkin]

Die Strom- und Gaspreise haben im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 94 Prozent beziehungsweise 131 Prozent zugelegt, teilte die italienische Regulierungsbehörde für Energie, Netze und Umwelt (ARERA) am Dienstag dem Senat mit.

Obwohl die Regierung Vorkehrungen getroffen hat, um die Preiserhöhungen einzudämmen, zeigen die Daten einen deutlichen Anstieg für die privaten Verbraucher:innen. Strom stieg von 20,06 Euro auf 46,03 Euro/kWh, einschließlich Steuern, und Erdgas von 70,66 Euro auf 137,32 Euro/kWh.

Die italienische Regulierungsbehörde für Energie, Netze und Umwelt (ARERA) teilte dem Senat am Dienstag mit, dass die Preise für Strom und Gas im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 94 Prozent beziehungsweise 131 Prozent in die Höhe geschossen seien.

Aufgrund der hohen Preisvolatilität ist es laut ARERA „besonders schwierig, verlässliche Prognosen zu erstellen.“

Wie bereits von EURACTIV berichtet, ist der Anstieg der Gas- und Strompreise ein Thema, das im Mittelpunkt der politischen Debatte im Land steht, obwohl Italien nicht den größten Anstieg zu verzeichnen hat.

Das italienische Unternehmenskonsortium Confindustria hat der Regierung mitgeteilt, dass eine Gaspreiserhöhung zu einer Standortverlagerung italienischer Unternehmen führen könnte.

Premierminister Mario Draghi hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin am 1. Februar angerufen, um sicherzustellen, dass russisches Gas weiterhin zuverlässig ins Land geliefert wird.

In der Zwischenzeit versucht die Regierung, die Preise mit kurzfristigen Maßnahmen wie der Bereitstellung von Finanzmitteln zu senken. Zu den eher strukturellen Maßnahmen gehört der Vorschlag, die Anreize für erneuerbare Energien von den Stromrechnungen auf den Nationalen Plan für Widerstandsfähigkeit und Wiederaufbau zu übertragen.

Die Gelder würden damit stattdessen aus dem Corona-Aufbaufonds kommen.

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