Irland bietet irregulären Migranten Aufenthaltsstatus an

Das Programm, das bis Ende Juli läuft, wurde von Justizministerin Helen McEntee als "einmalig in einer Generation" bezeichnet. [Shutterstock / GagoDesign]

Am Montag wurde ein Amnestieprogramm für undokumentierte Menschen in Irland eingeleitet, das vielen die Möglichkeit bietet, eine offizielle Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen.

Das Programm, das bis Ende Juli läuft, wurde von Justizministerin Helen McEntee als „einmalig in einer Generation“ bezeichnet.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Programm das Leben tausender Menschen im ganzen Land verbessern wird, die zu unserer Gesellschaft beitragen, unsere Kultur bereichern und in unserer Wirtschaft arbeiten, aber leider immer noch im Schatten der Legalität leben“, sagte sie.

Das Programm steht all jenen offen, die sich seit mindestens vier Jahren ohne gültige Papiere im Land aufhalten, einschließlich Menschen mit einer bestehenden Abschiebungsanordnung. Dieser Zeitrahmen wird für Familien mit Kindern unter 18 Jahren auf drei Jahre und für Asylbewerber auf zwei Jahre verkürzt.

Wird der Antrag genehmigt, werden die Antragsteller:innen zu regulären Einwohner:innen Irlands mit vollem Zugang zum Arbeitsmarkt und der Möglichkeit, irische Staatsbürger:innen zu werden.

Die Ankündigung wurde von Organisationen, die mit undokumentierten Menschen und jenen, die nach Irland aus Arbeitsgründen eingewandert sind, weitgehend begrüßt. Einige haben sich jedoch besorgt über die potenziell unerschwinglichen Gebühren geäußert, denn um das Verfahren einzuleiten, müssen Einzelpersonen 550 € und Familien 700 € zahlen.

„Die Menschen kommen nach Irland, um ein besseres Leben für sich und ihre Familien zu finden, und sie können aus vielen Gründen undokumentiert sein“, sagte McEntee.

„Diese Regelung wird denjenigen, die die Kriterien erfüllen, die Möglichkeit geben, im Land zu bleiben und Teil der irischen Gesellschaft zu werden, anstatt am Rande der Gesellschaft zu leben“, fügte sie hinzu.

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