Grünen-Chefin: Keine Koalition bei Flüchtlings-Obergrenze

Grünen-Chefin Simone Peter hat einer Koalition mit der CSU mit einer Flüchtlings-Obergrenze eine Absage erteilt. [Foto: berlinpictures16/Shutterstock]

Die Grünen-Chefin Simone Peter hat der CSU-Forderung nach einer Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen eine klare Absage erteilt.

„In einer Koalition mit uns wird es ebenso wie bei CDU und FDP keine Obergrenze für Flüchtlinge geben“, sagte Grünen-Chefin Simone Peter der „Rheinischen Post“ vom Mittwoch. „Darauf muss sich die CSU einstellen, wenn sie ernsthaft Jamaika sondieren möchte.“

„Unser politischer Kompass sind der Flüchtlingsschutz und die Menschenrechte, deshalb sollen anerkannte Flüchtlinge ihre Familien nachholen dürfen“, fügte Peter hinzu. „Eine weitere Aussetzung des Familiennachzugs über den zweijährigen Stopp zum März 2018 hinaus lehnen wir ab.“

Merkel stellt Weichen für neue Regierung

Am Tag nach der Bundestagswahl hat Kanzlerin Merkel erste Weichen für Sondierungen zur Regierungsbildung gestellt. Die Zeichen stehen auf Jamaika.

„Eine Obergrenze für Flüchtlinge ist für uns ein absolutes No-Go“, erklärte auch Grünen-Fraktionsvize Katja Dörner. Die Parteilinken Peter und Dörner gehören dem 14-köpfigen Verhandlungsteam an, das die Grünen für die absehbaren Gespräche mit Union und FDP über die Bildung einer Jamaika-Koalition bestimmt haben.

Flüchtlinge: Seehofer gegen Familiennachzug bei eingeschränktem Schutzstatus

Mit einer unionsgeführten Regierung wird es nach den Worten von Bayerns Ministerpräsident keinen Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus mehr geben.

Früherer Bamf-Chef: Familiennachzug erleichtert Integration von Flüchtlingen

Der frühere Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) spricht sich dafür aus, Flüchtlingen den Nachzug ihrer Familienangehörigen nach Deutschland zu gestatten.

Abonnieren Sie unsere Newsletter

Abonnieren