Gesundheitsminister Jens Spahn ist Corona-positiv

Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Kabinettsitzung der Regierung, Stunden vor seinem positiven Testergebnis. [HENNING SCHACHT / POOL / EPA]

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wurde positiv auf das Coronavirus getestet, teilte sein Ministerium am Mittwochnachmittag mit. 

Spahn zeige bislang nur Erkältungssymptome, und habe sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Spahn nahm an der heutigen Kabinettsitzung der Bundesregierung teil, alle Kontaktpersonen wurden informiert.

Auswirkungen auf das Bundeskabinett hat die Infektion nach Aussage eines Regierungssprechers nicht. Spahn hatte zwar am Mittwoch an der Kabinettssitzung teilgenommen. Allerdings wies der Sprecher darauf hin, dass im Kanzleramt die Hygiene- und Abstands-Regeln sehr strikt befolgt würden. “Das Bundeskabinett tagt unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, die darauf abzielen, dass auch im Falle der Teilnahme einer Person, die später Corona-positiv getestet wird, eine Quarantäne anderer oder gar aller Teilnehmer nicht erforderlich wird”, sagte er. Die Bedingungen im Bundeskanzleramt und insbesondere im Internationalen Konferenzsaal, in denen die wöchentlichen Kabinettssitzungen stattfinden, seien hinsichtlich des Infektionsschutzes “besonders optimiert” und vom Gesundheitsamt Berlin-Mitte fachlich überprüft worden.

Erst am Vormittag hatte das Präsidialamt bekannt gegeben, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum zweiten Mal negativ auf das neuartige Coronavirus getestet worden sei. Er befindet sich aber in Absprache mit dem Gesundheitsamt bis zum 29. Oktober in häuslicher Quarantäne, nachdem er Kontakt mit einem infizierten Personenschützer gehabt hatte. In häuslicher Isolation befinden sich auch Arbeitsminister Hubertus Heil und Integrations-Staatsministerin Annette Widmann-Mauz. Auch Merkel war nach einem Kontakt mit einem infizierten Arzt bereits einmal in Quarantäne gewesen, war aber immer negativ getestet worden. Außenminister Heiko Maas hatte sich wegen eines infizierten Personenschützern ebenfalls vorübergehend in Quarantäne befunden.

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