Französische Demonstranten fordern Regierung auf, ihre Kaufkraft zu erhalten

Tausende von Bürgern gingen am Dienstag landesweit auf die Straße. [Shutterstock/ Hadrian]

Tausende von Bürger:innen gingen am Dienstag (5. Oktober) im ganzen Land auf die Straße und forderten die Regierung auf, Gehälter zu erhöhen und die Preise zu kontrollieren. Immer mehr Menschen  bekommen die Auswirkungen der anhaltenden Gesundheitskrise, der erhöhten Inflation und der steigenden Energiepreise zu spüren.

„Wir dürfen die Arbeitnehmer nicht für die Kosten der Krise aufkommen lassen“, sagte Yves Veyrier, Generalsekretär der Gewerkschaft Force ouvrière, dem französischen Nachrichtensender FranceInfo.

Veyrier warnte die Regierung – die zuallererst „um jeden Preis“ die Wirtschaft retten wolle – davor, die Kosten der Pandemie durch Entlassungen oder die Wiedereinführung der umstrittenen Rentenreform zu tragen. Die Rentenreform hatte bereits vor der Krise zu zahlreichen Massenprotesten geführt.

Mit Blick auf die zunehmende Inflation, die steigenden Treibstoffkosten, die Gaspreiserhöhung am 1. Oktober und die für den Winter erwarteten steigenden Strompreise sagte Philippe Martinez, Generalsekretär der Gewerkschaft CGT, vor Journalisten, dass „wir dringend Antworten“ von der Regierung bräuchten.

Die Demonstranten forderten höhere Gehälter und Maßnahmen zum Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Gleichzeitig protestierten sie gegen die angekündigten Rentenreformen und die Arbeitslosenversicherung.

Parallel dazu schlug die Arbeitgebergewerkschaft Umih vor, die Gehälter für die Beschäftigten des stark betroffenen Hotel- und Gaststättengewerbes um 6-9 % anzuheben.

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