Frankreich: Linker Präsidentschaftskandidat Mélenchon will Energiepreise einfrieren

"Niemand will sagen, warum die Preise steigen und wer davon profitiert", sagte der Kandidat der Linken für die Präsidentschaftswahlen im kommenden April dem französischen Nachrichtensender BFMTV am Dienstag. [EPA-EFE/GUILLAUME HORCAJUELO]

Während die Preise für Kraftstoffe und Strom in ganz Europa in die Höhe schießen, will der Kandidat der Partei „La France Insoumise“, Jean-Luc Mélenchon, durch Preisstopps und Umverteilung der Gewinne auf das Niveau vor den Preiserhöhungen zurückkehren.

„Niemand will sagen, warum die Preise steigen und wer davon profitiert“, sagte der Kandidat der Linken dem französischen Nachrichtensender BFMTV am Dienstag. Im kommenden April soll Mélenchon bei Frankreichs Präsidentschaftswahlen antreten.

„Ich schlage daher vor, die Preise einzufrieren, um sie wieder auf ein erträgliches Niveau zu bringen“, sagte er.

Mélenchon, der derzeit bei 8% der Wählerstimmen liegt, sagte, er wolle noch weiter gehen und die Gewinne der Gasversorger umverteilen.

„Wenn man 10% der Gewinne unserer Gasversorger nimmt, kann man jedem Abonnenten 500 Euro anbieten, also die gesamte Summe dessen, was sie seit 2017 zusätzlich zahlen mussten“, sagte er und fügte hinzu: „Man kann nicht behaupten, dass es keine Lösung gibt.“

Die Regierung hat auf den starken Anstieg der Energiepreise im Land reagiert, indem sie den Gaspreis bis April nächsten Jahres – wenn die Präsidentschaftswahlen anstehen – eingefroren und den Preisanstieg für Strom auf 4% begrenzt hat.

Die Exekutive hat außerdem die Einführung eines „außergewöhnlichen Energieschecks“ im Wert von 100 Euro für 5,8 Millionen Haushalte angekündigt.

Ein so genannter „Kraftstoffscheck“ – eine Idee, die von Wirtschaftsminister Bruno Le Maire und den Grünen favorisiert wird – ist laut FranceInfo ebenfalls im Gespräch.

Die sozialistische Kandidatin Anne Hidalgo, die derzeit bei 4% der Stimmen liegt, hat vorgeschlagen, die Steuern auf Kraftstoff zu senken. Die rechtsgerichtete Kandidatin Marine Le Pen schlägt ebenfalls vor, die Mehrwertsteuer auf Kraftstoff, Gas und Strom von derzeit 20% auf nur 5,5% zu senken.

Subscribe to our newsletters

Subscribe