Finnland will Hälfte der Recovery-Gelder für den „grünen Übergang“ ausgeben

Finnland soll grüner werden. [giSpate /Shutterstock]

Die 2,9 Milliarden Euro, die Finnland aus der „Recovery and Resilience Facility“ der EU erhalten wird, werden auf drei Sektoren aufgeteilt. 50 Prozent der Mittel sollen dabei in die Förderung eines „grünen Übergangs“ fließen.

Die verbleibenden Mittel werden auf die Digitalisierung sowie Investitionen in Forschung und Entwicklung aufgeteilt, so der am Montag veröffentlichte Plan der Regierung.

Sollte es vom Parlament verabschiedet werden, wäre das „Programm für nachhaltiges Wachstum“ ein politischer Triumph für die Grünen innerhalb der Fünf-Parteien-Regierung der sozialdemokratischen Ministerpräsidentin Sanna Marin (SDP). Die Ministerin für Umwelt und Klimawandel, Krista Mikkonen, begrüßte das Ergebnis bereits als die „größte Klima-Investition“ in der Geschichte des Landes und als einen „gigantischen Sprung nach vorn“.

Dem Programm zufolge sollen die Treibhausgasemissionen künftig um sechs Prozent jährlich sinken. Eine Verlagerung hin zu Elektroautos soll durch Besteuerung und Infrastruktur unterstützt werden, während bei der Energieerzeugung der Schwerpunkt auf einer Erhöhung des Anteils von Wind- und Solarenergie sowie Biokraftstoffen liegen werde.

Weitere von der Regierung im Plan genannte Schwerpunkte sind die Digitalisierung des Schienenverkehrs, schnellere Internetgeschwindigkeiten in abgelegenen Gebieten, sowie die Entwicklung der 6G-Technologie und Künstlicher Intelligenz. Das Paket soll das finnische BIP zwischen 2021 und 2023 um 0,5 Prozent steigern.

Nach Gesprächen mit der Kommission wird der endgültige nationale Recovery-Plan voraussichtlich am 30. April verabschiedet und dann bei der EU-Institution zur Prüfung eingereicht.

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