Finnland führt Schnellverfahren für Einwanderung von Fachkräften ein

Das neue Schnellverfahren ermöglicht die Einreise nach Finnland, sobald eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt wurde, die betreffend Personen im Gegensatz zu früher bereits bei der Einreise ausgestellt wird. [Shutterstock/prapat1120]

Die finnische Einwanderungsbehörde (Migri) hat am Mittwoch (1. Juni) einen neuen beschleunigten Prozess für hoch qualifizierte Arbeitskräfte eingeführt.

Das neue Schnellverfahren ermöglicht die Einreise nach Finnland, sobald eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt wurde, die betreffenden Personen im Gegensatz anders als zuvor bereits bei der Einreise ausgestellt wird.

Interessent:innen müssen innerhalb von fünf Arbeitstagen einen kostenpflichtigen Antrag ausfüllen, sich bei einer Servicestelle im Ausland ausweisen und ihre Fingerabdrücke abnehmen lassen.

Die Reform zielt darauf ab, die Bearbeitungszeit auf höchstens zwei Wochen zu begrenzen und einen schnellen Nachzug von Familienangehörigen zu ermöglichen.

Damit wird den Forderungen von Start-ups, IT-Unternehmen und insbesondere der boomenden Glücksspielbranche, nachgegeben, die seit langem über starre Bürokratie und langwierige Verfahren klagen.

Auch der russische Krieg in der Ukraine hat dazu geführt, dass einige Ausländer:innen vorsichtiger sind, wenn es darum geht, nach Finnland zu kommen oder dort zu bleiben.

Die Reform soll „bis zum Ende der Amtszeit dieser Regierung“ auf „alle Personen, die aufgrund von Arbeit und Ausbildung nach Finnland ziehen“ ausgeweitet werden, um sicherzustellen, dass die maximale Bearbeitungszeit höchstens einen Monat beträgt, erklärte Arbeitsministerin Tuula Haatainen von der sozialdemokratischen Partei in einer Stellungnahme gegenüber dem Fernsehsender YLE.

Die Lobbygruppe „Technology Industries of Finland“ begrüßte die Reform als einen ersten Schritt in die richtige Richtung, bezeichnete sie jedoch als „nebensächlich.“

Das neue Schnellverfahren sei vor allem ein Signal an die Wirtschaft, dass das Thema ernst genommen werde, sagte die Expertin der Gruppe, Milka Kortet.

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