Europäer fordern raschere Löschung von Terror-Botschaften

The Counter Extremism Project says Twitter needs to take responsibility for radical groups using the platform

Botschaften von Terroristen in sozialen Netzwerken sollen schneller gelöscht werden, fordern mehrere EU-Staaten. [Jason Howie/Flickr]

Internetfirmen sollen künftig extremistische Botschaften schneller von ihren Plattformen entfernen. Das fordern mehrere europäische Länder in einer gemeinsamen Initiative.

Das sieht eine gemeinsame Initiative Großbritanniens, Frankreichs und Italiens vor, die am Mittwoch am Rande der UN-Vollversammlung in New York vorgestellt werden sollte. Zu der Veranstaltung wollten auch die betroffenen Konzerne Facebook, Microsoft und die Google-Muttergesellschaft Alphabet Vertreter schicken.

Die drei europäischen Länder fordern eine rasche Beseitigung “terroristischer Inhalte” aus Online-Netzwerken. So sollen etwa Propagandamaterial für Gruppen wie die Extremisten-Miliz IS sowie Anleitungen zum Bombenbau oder Anschlägen mit Fahrzeugen binnen ein bis zwei Stunden gelöscht werden. Denn in diesem Zeitraum sei der Verbreitungsgrad am stärksten, lautet die Argumentation.

Terrorismusbekämpfung: Polizei in Europa rückt zusammen

Die Polizei in Europa will Informationen schneller austauschen und Informationssysteme besser vernetzen – koordiniert von der europäischen Polizeibehörde Europol.

“Die Branche muss besser und schneller darin werden, terroristische Inhalte im Internet per Automatisierung zu entdecken und zu entfernen sowie technologische Lösungen zu entwickeln, die überhaupt das Hochladen verhindern”, heißt es in einem Redebeitrag der britischen Premierministerin Theresa May für die Veranstaltung.

Die EU-Kommission droht den Internetunternehmen bereits mit verschärften Vorgaben, wenn sie ihre Anstrengungen zur Löschung illegaler Inhalte nicht verstärken.

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Terrorismus ist wandlungs- und anpassungsfähig: Umso schwieriger ist die Aufgabe des Europäischen Terrorabwehrzentrums. Obwohl dessen Maßnahmen wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirken mögen – das Zentrum ist die derzeit wohl die beste Lösung der EU.

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