EU verhängt Einreisesperre gegen 18 Verdächtige im Fall Kashoggi

Demonstranten zeigen ein Bild von Jamal Khashoggi. Die Ermittlungen wegen seines Mordes laufen weiter. [EPA-EFE/TOLGA BOZOGLU]

Im Zusammenhang mit dem Mord des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi haben Deutschland, Frankreich und Großbritannien 18 Verdächtige auf die Sperrliste zur Einreise in die Europäische Union gesetzt.

Die saudischen Staatangehörigen, die mutmaßlich mit der Tat zu tun haben, seien im Schengen-Informationsystem mit einer Einreisesperre belegt worden, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Montag in Brüssel. Man habe sich im Vorfeld eng mit London und Paris abgestimmt. Nach Aussagen eines Regierungssprechers in Berlin behält man sich weitere Maßnahmen vor.

Khashoggi war Anfang Oktober verschwunden, als er im saudiarabischen Konsulat in Istanbul Unterlagen für seine geplante Hochzeit abholen wollte. Erst nach längerem Zögern räumte Saudi-Arabien ein, dass Khashoggi getötet worden sei. Sein Leichnam bleibt verschwunden. Die saudische Staatsanwaltschaft hat für fünf Beschuldigte die Todesstrafe gefordert.

Kronprinz unter Druck

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman gerät nach der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi international unter Druck.

Anklage fordert im Fall Khashoggi Todesstrafe

Die saudi-arabische Staatsanwaltschaft fordert wegen der Tötung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi für fünf Beschuldigte die Todesstrafe. Thronfolger Mohammed bin Salman wurde entlastet.

Fall Khashoggi: Deutschland will Rüstungsexporte überdenken

Nachdem der Journalisten Jamal Khashoggi unter zweifelhaften Umständen durch Gesandte Saudi-Arabiens ums Leben gekommen ist, überdenkt die Bundesregierung nun ihre Waffenlieferungen in das Land.

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 10 Uhr Newsletter.