EU-Kommission fordert Entscheidung zu Glyphosat

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Monsantos Kassenschlager RoundUp steht wegen seines Glyphosatanteils im Zentrum der öffentlichen Debatte. [Mike Mozart/Flickr]

Ob das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat auch künftig auf europäischen Äckern gespritzt werden darf oder nicht, will die EU-Kommission nicht alleine entscheiden.

„Wir brauchen eine klare Entscheidung der Mitgliedstaaten“, sagte eine Sprecherin der Behörde am Dienstag in Brüssel. Ohne eine solche klare Meinung werde die Kommission keine Entscheidung treffen.

Am Mittwoch und Donnerstag kommen die EU-Länder in dem Sondergremium zusammen, das für solche Zulassungen zuständig ist.

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In der EU wird seit Jahren über den Stoff gestritten. Nach einer monatelangen Hängepartie hatte die Kommission Ende Juni vergangenen Jahres mangels einer Mehrheit der Mitgliedstaaten für oder gegen Glyphosat die Zulassung vorerst um anderthalb Jahre verlängert, bis Ende dieses Jahres. Experten der EU-Chemikalienagentur ECHA befanden dann im März, dass Glyphosat nicht krebserregend sei.

Die EFSA und das Glyphosat

Die EFSA, die europäische Lebensmittel-Agentur, steht aufgrund ihrer Bewertung von Glyphosat in der Kritik.

Auf die Frage, wie die Kommission im Fall einer Abstimmung ohne klares Ergebnis vorgehen wolle, reagierte die Sprecherin ausweichend. „Lassen Sie uns abwarten, wie die Beratungen ablaufen“, sagte sie. Ihre vorherige Aussage sei jedoch als „Signal“ an die Mitgliedstaaten gedacht: „Sie müssen Verantwortung übernehmen und eine Entscheidung treffen.“

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