Draghi: Staatliches Eingreifen für digitalen und ökologischen Wandel unerlässlich

Draghi betonte, dass "keine Alternative zum staatlichen Eingreifen gibt, um den ökologischen und digitalen Wandel zu vollziehen. Wenn der Staat nicht da ist, werden diese Wandel nicht stattfinden". [EPA-EFE/MASSIMO PERCOSSI / POOL]

In seiner Rede vor dem italienischen Parlament im Vorfeld der Tagung des Europäischen Rates am Donnerstag betonte Ministerpräsident Mario Draghi, dass es „keine Alternative zum staatlichen Eingreifen gibt, um den ökologischen und digitalen Wandel zu vollziehen. Wenn der Staat nicht da ist, werden diese Wandel nicht stattfinden“.

Draghi betonte auch, dass die EU-Mitglieder zusammenarbeiten müssen, um diese Ziele zu erreichen. Die EU „muss die Forschungs-, Design-, Test- und Produktionskapazitäten aller europäischen Länder kombinieren, um beispielsweise ein modernes europäisches Ökosystem für Mikrochips zu schaffen“, fügte er hinzu.

Italien „unterstützt nachdrücklich den Vorschlag der EU-Kommission, einen European Chips Act zu verabschieden, wie die Vereinigten Staaten es bereits getan haben, um die europäischen Investitionen und die Produktion von Mikrochips und integrierten Schaltkreisen zu koordinieren“, sagte er.

In seiner Rede ging Draghi auch auf die Energiekrise ein, die sich im letzten Monat in der gesamten Union ausgebreitet hat.

„Die italienische Regierung hat die Kommission aufgefordert, rasch die Möglichkeit gemeinsamer Käufe und Speicherungen von Erdgas zu prüfen“, sagte er. Dennoch bleibe Italiens „mittelfristiges Ziel, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen deutlich zu erhöhen“, sagte er.

„Gleichzeitig muss der Staat die schwächsten Bevölkerungsschichten vor den Kosten der Energiewende schützen und sicherstellen, dass die Übergangszeiten mit der Anpassungsfähigkeit der Unternehmen vereinbar sind. Damit der Umbau unseres Wirtschaftssystems gelingen kann, braucht es die Unterstützung aller: der Institutionen, der Unternehmen und der Bürger:innen“, fügte er hinzu.

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