Deutlich mehr Cyberangriffe auf Tschechiens Gesundheitssektor

Im vergangenen Jahr habe sich ein "neuer, weitreichender Trend" von Ransomware-Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen entwickelt. [Shutterstock/supimol kumying]

Die Zahl der Cyberangriffe auf den tschechischen Gesundheitssektor und auf Krankenhäuser ist im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 267 Prozent gestiegen. Das geht aus neuen Daten im Jahresbericht der Nationalen Cyber- und Informationstechnologieagentur (NÚKIB) hervor.

Die Agentur warnte, dass sich im vergangenen Jahr ein „neuer, weitreichender Trend“ von Ransomware-Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen entwickelt habe.

Der schwerwiegendste Vorfall ereignete sich im März, als das Fakultätskrankenhaus in der Stadt Brno/Brünn Ziel einer Ransomware-Attacke wurde, die Schäden in Millionenhöhe verursachte und drei Fachabteilungen für mehrere Wochen lahmlegte.

Es habe weitere Angriffe auf andere Kliniken in tschechischen Städten gegeben.

Die NÚKIB hat außerdem eine Warnung vor einer befürchteten bevorstehenden „Welle“ von Erpressungsversuchen herausgegeben, die auf den öffentlichen ebenso wie den privatwirtschaftlichen Sektor des Landes abzielen dürften. Die Angriffe gehen demnach von einer Gruppe von Cyberkriminellen aus, die mit breit angelegten Aktionen offenbar „Lösegeld“ in Form von Bitcoin von ihren Opfern erpressen wollen.

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