Chef des dänischen Militärgeheimdienstes wegen Spionage im Gefängnis

Lars Findsen, ehemaliger Leiter des dänischen Verteidigungsgeheimdienstes. [EPA-EFE/LISELOTTE SABROE]

Der Chef des militärischen Geheimdienstes, Lars Findsen, wurde für einen Monat Gefängnis verurteilt. Er habe geheime Dokumente an dänische Medien weitergegeben, wie lokale Medien am Montag nach einer Gerichtsverhandlung in Kopenhagen berichteten.

„Ich bekenne mich nicht schuldig“, sagte der seit 2015 amtierende und seit 2020 beurlaubte Chef des dänischen Militärgeheimdienstes (Forsvarets Efterretningstjeneste, FE) vor der Urteilsverkündung, berichtet die Tageszeitung Politiken.

Am 9. Dezember gaben die dänischen Behörden die Verhaftung von vier ehemaligen oder aktuellen Mitgliedern der beiden Geheimdienste des Königreichs bekannt, ohne deren Identität zu nennen.

Ihnen wurde unter anderem vorgeworfen, „streng vertrauliche Informationen der Geheimdienste ohne Genehmigung“ weitergegeben zu haben. Nach Angaben der lokalen Presse geht es in dem Fall um das Durchsickern von Verschlusssachen an die dänischen Medien. Mehrere Journalist:innen wurden von der Ermittlung befragt.

Der Fall wird hinter verschlossenen Türen untersucht, weshalb der Inhalt der Vorwürfe bislang nicht an die Öffentlichkeit drang.

Verteidigungsministerin Trine Bramsen lehnte es ab, Fragen zu dem Fall zu beantworten.

„Ich werde nicht auf Überlegungen und Fragen zu unserem Geheimdienst eingehen. Das Wichtigste für mich ist, zu sagen, dass wir einen wichtigen und starken Geheimdienst haben, der funktioniert und für die dänische Sicherheit entscheidend ist“, sagte Bramsen am Dienstag.

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