CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer bietet Rückzug vom Parteivorsitz an

"Wenn Ihr der Meinung seid, dass dieses Deutschland, so wie ich es möchte, nicht das Deutschland ist, das Ihr wollt - wenn Ihr der Meinung seid, dass dieser Weg, den ich gemeinsam mit Euch gehen will, nicht der Weg ist, den Ihr für den richtigen haltet: Dann lasst es uns heute aussprechen, dann lasst es uns heute auch beenden" [EPA-EFE/CLEMENS BILAN]

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat auf dem Bundesparteitag in Leipzig ihren Rückzug vom Parteivorsitz angeboten. Wenn die Delegierten ihre Vorstellung von der Zukunft Deutschlands und dem Weg dorthin nicht teilten, „dann lasst es uns heute auch beenden“, sagte sie am Freitag. Die Delegierten reagierten mit stehenden Ovationen.

Mit dem Rückzugsangebot schloss Kramp-Karrenbauer ihre rund anderthalbstündige Rede ab. „Wenn Ihr der Meinung seid, dass dieses Deutschland, so wie ich es möchte, nicht das Deutschland ist, das Ihr wollt – wenn Ihr der Meinung seid, dass dieser Weg, den ich gemeinsam mit Euch gehen will, nicht der Weg ist, den Ihr für den richtigen haltet: Dann lasst es uns heute aussprechen, dann lasst es uns heute auch beenden“, sagte sie.

Kramp-Karrenbauer fügte hinzu: „Aber wenn ihr der Meinung seid, dass Ihr dieses Deutschland wollt, wenn Ihr der Meinung seid, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen sollten, wenn Ihr die gleiche Lust am Gestalten und Verantworten habt, wie ich das habe, dann lasst uns hier und jetzt und heute die Ärmel hochkrempeln und anfangen.“

Die Delegierten reagierten mit rund sieben Minuten stehenden Ovationen und Jubel für die Parteichefin. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wertete den Applaus so: „Heute wird nicht Schluss gemacht, heute geht’s erst richtig los.“ Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier lobte Kramp-Karrenbauer für eine „mutige und ehrliche“ Rede.

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