Bulgarien will 2024 den Euro einführen

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es von EU-Seite allerdings keine offiziellen Zusagen oder Garantien, dass die Gemeinschaftswährung tatsächlich ab 2024 in Bulgarien eingeführt wird. [Shutterstock/esfera]

Die bulgarische Interimsregierung hat vorherige Pläne bestätigt, den Euro ab dem 1. Januar 2024 als offizielle Währung einführen zu wollen.

Bei der Umstellung werde man den aktuellen festen Wechselkurses zwischen dem Euro und dem Lew anwenden: Ein Euro ist rund 1,96 Lewa wert.

Nach der Einführung der Gemeinschaftswährung sollen der Lew und der Euro noch einen Monat lang beide als gesetzliche Zahlungsmittel angesehen werden, heißt es im Entwurf des „Nationalen Plans für die Einführung des Euro in Bulgarien“. Das Projekt wird nun zur öffentlichen Diskussion freigegeben.

Im Dokument werden außerdem die Regelungen für die Neuberechnung von Preisen und anderen Werten festgelegt sowie die Verfahren für den Umtausch von Bargeld und für die Konvertierung von Lew-Einlagen und -Krediten mit festen und variablen Zinssätzen erklärt. Die Verfahren für die Lieferung und Verteilung von Euro-Banknoten und -Münzen werden ebenfalls dargelegt und die notwendigen Gesetzesänderungen beschrieben.

Das Datum für die geplante Einführung des Euro, das von der aktuell geschäftsführenden Regierung wieder ins Spiel gebracht wurde, ist keine Neuigkeit, sondern vielmehr Fortführung der Pläne der vorherigen Regierung unter Ministerpräsident Bojko Borissow.

Auch vom EU-Kommissionsvizepräsidenten Valdis Dombrovskis war der 1. Januar 2024 bereits als mögliches Euro-Beitrittsdatum für Bulgarien genannt worden. Der Kommissar gilt als einer der entschiedensten Befürworter der Euro-Einführung in Bulgarien.

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es von EU-Seite allerdings keine offiziellen Zusagen oder Garantien, dass die Gemeinschaftswährung tatsächlich ab 2024 eingeführt wird.

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