Brexit-Verhandlungen – Stagnation in Runde Drei

Michel Barnier sieht keine Fortschritte in den Brexit-Verhandlungen. [European Parliament/Flickr]

Die Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien über den EU-Austritt treten auf der Stelle. Laut Chefunterhändler Michel Barnier gebe es keine Fortschritte.

In der dritten Runde der Brexit-Gespräche zwischen Großbritannien und der EU hat es nach Angaben des EU-Chefunterhändlers Michel Barnier bei den wichtigsten Themen keine signifikanten Fortschritte gegeben.

Bei dem aktuellen Tempo der Verhandlungen sei man weit davon entfernt, so weit voranzukommen, um die von der Londoner Regierung gewünschten Gespräche über ein Freihandelsabkommen aufzunehmen, sagte Barnier am Donnerstag in Brüssel.

Theresa May: Vorzeitiger Rückzug ausgeschlossen

Die britische Premierministerin Theresa May hat Berichte zurückgewiesen, sie wolle nach dem EU-Austritt ihres Landes vorzeitig zurücktreten.
Diese Berichte entbehrten „jeder Grundlage“, sagte Großbritanniens Premierministerin Theresa May in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem Sender Sky News. Der BBC sagte …

Entgegen früherer Zusicherungen ist London demnach auch nicht mehr bereit, nach dem Brexit im März 2019 noch Zahlungen in den EU-Haushalt zu leisten. Einige Forderungen der britischen Seite bezeichnete Barnier als unmöglich zu erfüllen, so etwa einen weiteren Zugang zum EU-Binnenmarkt nach dem Brexit im März 2019.

Der Franzose kritisierte auf der Pressekonferenz mit dem britischen Chefunterhändler und Brexit-Minister David Davis, dass das Vereinigte Königreich nur seine finanziellen Verpflichtungen im Rahmen des EU-Haushalts erfüllen wolle. Davis erklärte, der britische Ansatz sei sehr viel flexibler und pragmatischer als jener der EU. Die Teams von Barnier und Davis hatten seit Montagnachmittag miteinander verhandelt.

Brexit-Chefunterhändler Michel Barnier: Der EU-Mann für's Heikle

Michel Barnier ist für die EU in die Brexit-Verhandlungen gegangen. Dem 66 Jahre alten Wirtschaftsexperten steht eine Mammutaufgabe bevor.

Theresa May: Geschwächt, einsam, richtungslos

Premierministerin Theresa May führt Großbritannien seit einem Jahr. Das Ergebnis ist ernüchternd: Das Land steckt in einer Regierungskrise, ein desolater Brexit-Prozess ist nicht mehr auszuschließen.

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 10 Uhr Newsletter.