Brexit: Großbritannien will EU-Regeln in nationales Recht übernehmen

Bei den Lokalwahlen in London schneiden die Tories offenbar besser ab als erwartet. [ESB-Professional/Shutterstock]

Großbritannien will nach dem Einreichen der Scheidungspapiere bei der EU rasch Klarheit für die Unternehmen und Verbraucher des Landes schaffen.

Dazu soll noch am heutigen Donnerstag ein Plan vorgelegt werden, wie die EU-Regeln in nationales Recht übernommen werden können. „Im Zentrum des Brexit-Votums stand die Souveränität“, sagte Brexit-Minister David Davis.

„Ein starkes, unabhängiges Land muss Kontrolle über seine eigenen Gesetze haben“, sagte Davis. Zugleich werde aber ein Rahmen geschaffen, damit Planungssicherheit für die Wirtschaft bestehe.

Analyse: Brexit-Brief freundlich aber fordernd

Ganze sechs Seiten umfasst der Brexit-Antrag der britischen Premierministerin Theresa May an EU-Ratspräsident Donald Tusk. Er bildet die Grundlage für die kommenden Verhandlungen.

Einige Unternehmen haben mit Verweis auf die Unsicherheit nach dem Brexit Investitionen auf Eis gelegt. Die Regierung von Premierministerin Theresa May hatte ihnen angeboten, dass „wo immer es praktikabel ist, die gleichen Regeln auch nach dem Brexit gelten“.

Großbritannien hatte am Mittwoch den Antrag zum Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU in Brüssel eingereicht.

EU-Vertreter: Artikel 50 zu widerrufen wäre illegal

Die EU-Mitgliedsstaaten stellten am gestrigen Mittwoch die Rechtmäßigkeit eines Entschließungsentwurfs des EU-Parlaments infrage, der eine Möglichkeit bieten soll, Artikel 50 und mit ihm das offizielle Brexit-Verfahren zu widerrufen. EURACTIV Brüssel berichtet.

EU beerdigt Börsenfusion

Todesstoß am Brexit-Tag: Die EU-Wettbewerbshüter haben die Megafusion von Deutscher Börse und London Stock Exchange (LSE) verboten.

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 10 Uhr Newsletter.