Bericht: Fünftel der weltweiten Waffenverkäufe 2020 entfiel auf europäische Hersteller

Unter den 100 größten Waffenherstellern der Welt waren 26 europäische Unternehmen. [Shutterstock / A.G.A]

Laut einem am Montag veröffentlichten Bericht des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstituts (SIPRI) waren 26 der 100 weltweit führenden Rüstungsunternehmen europäische Firmen, auf die 21 Prozent der weltweiten Waffenverkäufe im Jahr 2020 entfielen.

Der Bericht zeigt auch, dass britische und deutsche Unternehmen weit oben lagen.

Im vergangenen Jahr verzeichneten die sieben britischen Unternehmen in den Top 100 Waffenverkäufe in Höhe von rund 33 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das einzige europäische Unternehmen in den Top 10, BAE Systems, hatte ein besonders profitables Jahr 2020 mit einem Umsatzanstieg von 6,6 Prozent.

Die vier deutschen Unternehmen in den Top 100 verzeichneten 2020 einen Umsatz von fast 8 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 1,3 Prozent gegenüber 2019 entspricht. Zusammen machten diese Unternehmen 1,7 Prozent des gesamten Waffenumsatzes der Top 100 aus.

Der größte Hersteller, Rheinmetall, verzeichnete einen Umsatzanstieg von 5,2 Prozent, während der Schiffbauer ThyssenKrupp einen Rückgang von 3,7 Prozent meldete.

Für die sechs französischen Unternehmen unter den Top 100 war das Jahr 2020 schwieriger. Ihr Gesamtumsatz ging um 7,7 Prozent zurück. Dies war in erster Linie eine Folge des schlechten Absatzes von Rafale-Kampfflugzeugen.

Die Zahlen könnten 2021 anders aussehen, da die VAE kürzlich den Kauf von 80 Rafales vereinbart haben.

Die Verkäufe von Waffen und militärischen Dienstleistungen durch die 100 größten Unternehmen der Branche beliefen sich im Jahr 2020 auf insgesamt rund 470 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 1,3 Prozent gegenüber 2019 entspricht.

US-Unternehmen dominierten den Markt mit einem Anteil von 54% an den gesamten Waffenverkäufen der Top 100. Seit 2018 sind die ersten fünf Unternehmen in der Rangliste aus den USA.

Gleichzeitig stieg der Anteil chinesischer Unternehmen an den Verkäufen auf 13 Prozent, während russische Unternehmen einen Rückgang von 6,5% verzeichneten – ein Trend seit 2017. Auf russische Unternehmen entfielen 5 Prozent der gesamten Top-100-Waffenverkäufe.

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