Anhörungen im Auslieferungsverfahren um Wikileaks-Gründer Assange beginnen

Ein Demonstrant während eines Protestzuges durch London. [VICKIE FLORES/EPA]

Am Montag beginnen vor einem Londoner Gericht die Anhörungen im Verfahren um die Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange an die USA.

Washington verlangt seit Jahren eine Überstellung des 48-jährigen Australiers. Er ist in den USA wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente und Verstößen gegen das Anti-Spionage-Gesetz angeklagt. Ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft. Eine Entscheidung des Londoner Gerichts dürfte erst am 18. Mai fallen.

Pressefreiheit in Europa ist nicht mehr selbstverständlich

Bis vor kurzem galt die Pressefreiheit in Europa als Selbstverständlichkeit. Das ist nicht mehr der Fall, vor allem in einigen osteuropäischen Ländern, wo Journalisten unter starken politischen Druck geraten sind.

Wikileaks hatte 2010 hunderttausende geheime Papiere vor allem zum Irak-Krieg ins Internet gestellt. Sie enthielten hochbrisante Informationen über die US-Einsätze in dem Land, unter anderem über die Tötung von Zivilisten und die Misshandlung von Gefangenen.

Der Europarat hat sich gegen eine Auslieferung Assanges ausgesprochen. Auch die Organisation Reporter ohne Grenzen, die nach eigenen Angaben Prozessbeobachter nach London schicken wird, ist gegen eine Überstellung Assanges an die USA.

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