99 Menschen aus Seenot im gerettet

Boot mit Flüchtlingen auf dem Mittelmeer. [Noborder Network/Flickr]

Am vergangenen Samstag hat das Team des Schiffes “Aquarius” im Mittelmeer 99 Menschen von einem sinkenden Schlauchboot gerettet. Zwei Frauen konnten nur noch tot geborgen werden, meldete die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen.

„Es war dramatisch”, beschreibt Krankenschwester Aoife Ni Mhurchu, die Erfahrungen vom Wochenende. Sie war an Bord des von den Organisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betriebenen Schiffes, das das Schlauchboot mit Flüchtlingen am Samstagvormittag antraf. “Viele brauchten dringend ärztliche Versorgung. Es kamen immer neue Patienten, die nicht bei Bewusstsein waren und nicht atmeten“, schildert Ni Mhurchu die Erlebnisse.

Wie Ärzte ohne Grenzen mitteilte, war das Schlauchboot bereits ohne Luft, als es entdeckt wurde. Das Rettungsteam ließ sofort Rettungsflöße zu Wasser und begann, Menschen aus dem Meer zu bergen. Das medizinische Team von Ärzte ohne Grenzen konnte anschließend sechs kleine Kinder und eine Frau wiederbeleben. Zwei weitere Frauen konnten trotz wiederholter Versuche nicht gerettet werden. „Diese beiden Frauen waren Mütter. Wir versuchen, uns nun um ihre sehr kleinen Kinder zu kümmern, die an Bord der ‚Aquarius‘ sind”, sagt Ni Mhurchu.

Italien und Griechenland fordern mehr Solidarität in Migrationsfragen

Die Premierminister Griechenlands und Italiens haben deutlich gemacht, dass Migrationsfragen nicht von einzelnen Staaten alleine gelöst werden können.

Die medizinischen Notfälle wurden laut Ärzte ohne Grenzen gemeinsam mit ihren Begleitpersonen von einem italienischen Marinehubschrauber nach Sfax in Tunesien gebracht. Insgesamt waren das 16 Menschen, darunter die sechs wiederbelebten Kinder und mehrere Frauen mit Wasser in den Lungen.

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 10 Uhr Newsletter.