Verbrannte ungarische Wahlzettel in Rumänien sorgen für Aufruhr

Die ausgefüllten Wahlzettel wurden auf einem leeren Grundstück gefunden, das als illegale Mülldeponie genutzt wird. Die Stimmzettel - von denen einige verbrannt waren - wurden in einem Sack zwischen Haufen von Bauschutt gefunden. [Shutterstock/cbies]

Ein Sack mit weggeworfenen und teilweise verbrannten ungarischen Wahlzetteln wurde auf einer Mülldeponie in der Nähe von Târgu Mureș, Rumänien, gefunden, wie der transsylvanische Partner von Telex, Transtelex, am Mittwoch berichtete.

Die abgegebenen Wahlzettel mit sichtbaren Kreuzen der Wähler:innen wurden auf einem verlassenen Grundstück gefunden, das als illegale Mülldeponie genutzt wird. Die Stimmzettel – von denen einige angebrannt waren – wurden in einem Sack zwischen Haufen von Bauschutt gefunden.

Ungarische Bürger:innen, die nicht in Ungarn gemeldet sind, können per Briefwahl wählen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Stimmen bei Organisationen abzugeben. Diese sammeln die Briefwahlunterlagen und leiten sie an das Konsulat weiter. In Rumänien sind beispielsweise das Zentrum für Demokratie in Târgu Mureș oder die Partei RMDSZ (Rumänisch-Ungarische Demokratische Union) für diese Aufgabe zuständig. Beide bestreiten jedoch, mit den gefundenen Wahlunterlagen in Verbindung zu stehen.

Das Nationale Wahlamt (NVI) erklärte, es habe eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet. „Weitere Informationen werden in einer späteren Phase des Verfahrens erwartet“, hieß es weiter.

„Jetzt haben wir sie erwischt“, reagierte Péter Márki-Zay, der oppositionelle Kandidat für das Amt des Premierministers, in einem Facebook-Post.

Márki-Zay beschuldigte die Regierungspartei Fidesz des Betrugs und schrieb: „Sie haben so viel Angst zu verlieren, dass sie nicht einmal vor dem offensichtlichsten Betrug zurückschrecken: Sie ziehen den Willen der Wähler buchstäblich in den Schmutz.“

Die Regierungspartei erklärte dagegen, dies sei „der verzweifelte Versuch der Linken, die Stimmen aller in den umliegenden Ländern lebenden Ungarn zu vernichten.“

Die Linke, die mit früheren Premierministern vor 2010 in Verbindung steht, „ist zu den übelsten Dingen fähig“, fügte die Regierungspartei hinzu.

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