Trump schwänzt Jahrestreffen der amerikanischen Rechten in Budapest

Die jährliche Super-Konferenz der amerikanischen Rechten findet vom 18. bis 20. Mai statt. [MICHAEL REYNOLDS/EPA]

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump wird trotz gegenteiliger Spekulationen nicht an der größten und einflussreichsten Jahresversammlung der amerikanischen Konservativen in Budapest teilnehmen, berichtet EURACTIVs Medienpartner Telex.

Das Ungarische Zentrum für Grundrechte (Alapjogokért Központ), eine rechtsgerichtete Denkfabrik, hat die Liste der wichtigsten Teilnehmer:innen an der Satellitenveranstaltung der Conservative Political Action Conference (CPAC), die in der ungarischen Hauptstadt stattfinden wird, bekannt gegeben.

Die jährliche Super-Konferenz der amerikanischen Rechten findet vom 18. bis 20. Mai statt.

Ursprünglich wurde in der Öffentlichkeit spekuliert, dass Donald Trump zu der Veranstaltung eingeladen wurde und dass US-Senatoren, Kongressabgeordnete und viele prominente Persönlichkeiten aus der intellektuellen Gemeinschaft der Vereinigten Staaten nach Ungarn kommen würden. Am Donnerstag gab jedoch das staatlich finanzierte Institut auf Facebook eine relativ bescheidene Liste mit Namen bekannt.

Das CPAC in Budapest sollte ursprünglich mit dem ungarischen Wahlkampf zusammenfallen, der Analyst:innen zufolge die Wiederwahl von Fidesz eine Woche vor den Wahlen ankurbeln sollte. Dieser Plan musste jedoch wegen des Krieges in der Ukraine um zwei Monate aufgeschoben werden.

Der Facebook-Post der Denkfabrik verriet außerdem, dass der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán als Hauptredner auftreten werde, wobei „Gott, Land und Familie“ ein zentrales Thema sein werde. Die wichtigsten Gäste sind der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat und Senator Rick Santorum, der ehemalige tschechische Präsident Václav Klaus, der Vorsitzende der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) Herbert Kickl und der Vorsitzende der belgischen Partei Flämische Interessen (VB) Tom Van Grieken.

Santorum ist ein entschiedener Abtreibungs- und Homo-Ehe-Gegner. Der republikanische Politiker wurde während der Präsidentschaft von Trump politischer Kommentator bei CNN, wurde dann aber wegen rassistischer Äußerungen über die amerikanischen Ureinwohner gefeuert.

Neben Santorum werden mehrere Mitglieder des österreichischen, spanischen, italienischen, niederländischen und des EU-Parlaments sowie US-Kongressabgeordnete in Budapest sein, ebenso wie die amerikanischen Rechtsaktivist:innen und „Influencer“ Ben Ferguson und Candace Owens.

Die vielleicht prominentesten Teilnehmer der Konferenz sind der britische Politiker Nigel Farage und der US-Moderator Tucker Carlson, die beide im letzten Jahr das Land besucht haben.

Santiago Abascal, der Vorsitzende der spanischen rechtsextremen Partei VOX, wird virtuell an der Konferenz teilnehmen.

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