Serbien steht vor Kartoffelknappheit und Preisanstiegen

Die Kartoffelernte im Jahr 2020 stellte einen neuen Rekord auf, und die Erzeuger nutzten die Kartoffeln als Viehfutter und warfen sie weg, während die Dürre des letzten Jahres einen erheblichen Rückgang des Angebots verursachte, da enorme Mengen an Kartoffeln importiert wurden, sagte Vukićević der Nachrichtenagentur BETA. [Shutterstock/nednapa]

Der Preis für Kartoffeln in Serbien ist seit 2021 um 193 Prozent gestiegen. Grund dafür seien die Dürre im vergangenen Jahr und der massive Import aus dem Ausland, der die heimische Produktion behindert habe, sagte der Direktor des Unternehmens Agro-Mobile in Guča, Ratko Vukićević, am Dienstag.

Die Kartoffelernte im Jahr 2020 stellte einen neuen Rekord auf, und die Erzeuger nutzten die Kartoffeln als Viehfutter und warfen sie weg, während die Dürre des letzten Jahres einen erheblichen Rückgang des Angebots verursachte, da enorme Mengen an Kartoffeln importiert wurden, sagte Vukićević der Nachrichtenagentur BETA.

Er sagte, dass die Großhändler im Jahr 2020 ein Kilogramm Kartoffeln für 15-20 RSD verkauften und dass sie nicht verkauft werden konnten, so dass die Erzeuger sie wegwarfen, und dass im letzten Jahr ein Kilogramm Kartoffeln etwa 50 RSD (0,43 Euro) gekostet habe.

Er fügte hinzu, dass im Jahr 2021 etwa 50.000 Tonnen Kartoffeln importiert worden seien, hauptsächlich aus Frankreich, und in diesem Frühjahr seien monatlich etwa 10.000 Tonnen importiert worden, was viele dazu veranlasst habe, die Produktion aufzugeben.

Er betonte, es sei sehr schwierig, Kartoffeln an große ausländische Einzelhandelsketten in Serbien zu verkaufen und dass deren Verkauf von Korruption durchsetzt sei, während Qualität bei ihren Entscheidungen keine Rolle spiele.

Offiziellen Angaben zufolge sind auch die Preise für andere landwirtschaftliche Erzeugnisse im vergangenen Jahr um mehrere Dutzend Prozentpunkte gestiegen.

So stieg der Preis für Getreide von April 2021 bis April 2022 um 43 Prozent, für Weizen um 51,6 Prozent, für Mais um 40 Prozent und für Vieh und Geflügel um 38,7 Prozent. Der Preis für Fisch stieg um über 30,5 Prozent, für Eier um 33,8 Prozent und für Milch um 24,1Prozent.

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