Serbien lehnt Sanktionen gegen Russland weiterhin ab

Vucic warf auch die Frage auf, warum der Westen Russland nicht bombardiert, wie er es 1999 mit Serbien getan hatte, da er behauptet, dass die aktuellen Ereignisse in der Ukraine "noch nie zuvor auf europäischem Boden stattgefunden haben." [EPA-EFE/ANDREJ CUKIC]

Serbien wird sich weiterhin nicht den internationalen Sanktionen gegen Russland anschließen, sagte Präsident Aleksandar Vučić am Sonntag dem Fernsehsender Prva TV.

Aufgrund der Weigerung, Sanktionen zu verhängen, habe Serbien derzeit keinen Zugang zum Kapitalmarkt, sagte der Präsident. Kredite seien teurer geworden, da sie jetzt zu einem Zinssatz von 7 Prozent angeboten werden. Zudem gestaltet sich die Refinanzierung von Krediten gerade schwierig, fügte er hinzu.

Die Bürger:innen müssten sich darüber im Klaren sein, dass der Staat viel verliere, sagte Vučić, der die Sanktionen gegen Russland als ungerecht bezeichnete.

Vučić warf auch die Frage auf, warum der Westen Russland nicht bombardiert, wie er es 1999 mit Serbien getan hatte, da er behauptet, dass die aktuellen Ereignisse in der Ukraine „noch nie zuvor auf europäischem Boden stattgefunden haben.“

Zu den laufenden Gasverhandlungen mit Russland sagte Vučić, er erwarte, dass eine Vereinbarung über einen „normalen“ Gaspreis erzielt werde.

„Ich erwarte einen normalen Gaspreis von Russland. Es ist wichtig, dass wir Gas haben. Wir haben ein russisches Unternehmen, das die serbische Ölindustrie betreibt. Wir können Öl nur über die kroatische (Pipeline) JANAF importieren“, sagte Vučić.

Er behauptete ebenfalls, dass der bulgarische Premierminister Kiril Petkov ihm versprochen hätte, dass Bulgarien den Gastransit nach Serbien nicht stören würde.

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