Österreichischer Bundeskanzler trifft Putin in Moskau

"Ich werde morgen Wladimir Putin in Moskau treffen", twitterte Nehammer am Sonntagabend (10. April). [Shutterstock/Alexandros Michailidis]

Bei dem Treffen am Montag will der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer seine Forderungen nach humanitären Korridoren, einem Waffenstillstand und einer vollständigen Untersuchung der Kriegsverbrechen vorbringen.

„Ich werde morgen Wladimir Putin in Moskau treffen“, twitterte Nehammer am Sonntagabend (10. April). „Wir sind militärisch neutral, haben aber eine klare Haltung gegenüber dem russischen Angriffskrieg“, fügte er hinzu und forderte ein Ende des Krieges.

Die Boulevardzeitung BILD berichtete, dass ungenannte ukrainische Beamte dem Schritt skeptisch gegenüberstünden. Ihrer Meinung nach ist Nehammer überheblich und seine Reise unsinnig, nachdem Putin international als Kriegsverbrecher gilt.

Deutsche Politiker haben den Schritt bereits ebenfalls kritisiert. „Wie kann man jetzt nur nach Moskau reisen, um sich von einem Kriegsverbrecher an diesem monumental-hässlichen Tisch platzieren zu lassen?!“, schrieb der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Michael Roth, auf Twitter.

Nehammer war einer der EU-Spitzenpolitiker, die in der vergangenen Woche nach Kyjiw reisten. Zuvor waren die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der slowakische Ministerpräsident Eduard Heger in der Ukraine zu Gast.

Nehammer sagte, er habe seine Reise mit von der Leyen, dem Präsidenten des Europäischen Rates Charles Michel, Bundeskanzler Olaf Scholz, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan abgestimmt.

Ausgewählte österreichische Journalist:innen wurden über die Reise informiert. Genauere Informationen bleiben jedoch bis Montag (11. April), 11 Uhr, unter Verschluss.

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