Österreich wird Corona-Maßnahmen erneut lockern

"Jetzt hat sich die Situation deutlich entspannt", teilte Bundesgesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) auf einer Pressekonferenz mit. Die gelockerten Maßnahmen werden am Samstag (16. April) in Kraft treten und bis zum 8. Juli gelten. Überraschenderweise wird auch Wien in fast allen Bereichen nachziehen.

Österreich wird angesichts des Rückgangs der Zahl der Fälle und der Krankenhauseinweisungen seine Corona-Regeln lockern, kündigte Bundesgesundheitsminister Johannes Rauch am Donnerstag an.

„Jetzt hat sich die Situation deutlich entspannt“, teilte Rauch (Grüne) auf einer Pressekonferenz mit. Die gelockerten Maßnahmen werden am Samstag (16. April) in Kraft treten und bis zum 8. Juli gelten. Überraschenderweise wird auch Wien in fast allen Bereichen nachziehen.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Erleichterungen“, fügte der Minister hinzu und wies darauf hin, dass die siebentägige Inzidenzrate auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Januar ist und dass das „nach allen Prognosen auch in den kommenden Tagen und Wochen so bleiben wird.“

Im Bereich Kultur und Handel entfällt die Maskenpflicht. Die FFP2-Maske wird jedoch weiterhin in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Lebensmittelgeschäften, Arztpraxen und Apotheken erforderlich sein.

Das Gleiche gilt für Pflegeheime und Krankenhäuser. Personen, die diese Einrichtungen betreten, müssen entweder geimpft sein, sich von dem Virus erholt haben oder negativ getestet worden sein.

Der Grüne Pass (Covid-Pass) wird für Personen, die ihre Corona-Auffrischungsimpfung erhalten haben, auf ein Jahr verlängert, und auch Personen, die zwei Impfungen erhalten haben, aber vom Virus genesen sind, werden als geimpft gelten, wenn sie eine Auffrischung erhalten haben. Nach zwei Impfungen oder einer Genesung ohne vorherige Impfungen gilt man für 180 Tage als immunisiert.

Rauch hat sein Amt als Gesundheitsminister Anfang März angetreten. Rudolf Anschober und Wolfgang Mückstein sind beide während der Pandemie als Gesundheitsminister zurückgetreten. Als Grund gilt der Druck vonseiten der Bevölkerung inklusive von Morddrohungen.

Die Ankündigung Österreichs, ähnlich wie die vieler europäischer Länder vor dem Sommer, kam Tage, nachdem Kate O’Brien, Expertin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), vor einer zu schnellen Aufhebung der Schutzmaßnahmen gewarnt hatte und behauptete, die Pandemie sei definitiv noch nicht vorbei.

O’Brien sagte am Montag (11. April), dass die Länder weiterhin in großem Umfang testen sollten und dass eine Lockerung der Maßnahmen zu neuen Infektionswellen führen könnte.

Subscribe to our newsletters

Subscribe