Kopf an Kopf Rennen bei den französischen Parlamentswahlen

Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass das Wahlbündnis Neue ökologische und soziale Volksunion (NUPES) um Jean-Luc Mélenchon in der ersten Runde zwischen 27 und 31 Prozent der Stimmen erhalten wird. Die NUPES besteht aus verschiedenen linken, Mitte-Links- und Umweltparteien. Dazu gehören unter anderem Mélenchons linksradikalen "La France Insoumise", die Sozialistische Partei (Parti socialiste) und die Grünen. [EPA-EFE/Michel Euler]

In drei Wochen wird Frankreich ein neues Parlament wählen und in zwei Wahlgängen 577 Abgeordnete für eine fünfjährige Amtszeit bestimmen. Wer allerdings in die französische Nationalversammlung einzieht, wird sich in den meisten Fällen erst in der zweiten Wahlrunde am 19. Juni entscheiden, in der die beiden stimmenstärksten Kandidaten in den Wahlkreisen in einer Stichwahl gegeneinander antreten.

Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass das Wahlbündnis Neue ökologische und soziale Volksunion (Nouvelle Union Populaire écologique et sociale, NUPES) um Jean-Luc Mélenchon in der ersten Runde zwischen 27 und 31 Prozent der Stimmen erhalten wird.

Die NUPES besteht aus verschiedenen linken, Mitte-Links- und Umweltparteien. Dazu gehören unter anderem Mélenchons linksradikalen „La France Insoumise“, die Sozialistische Partei (Parti socialiste) und die Grünen.

Emmanuel Macrons zentristisches Wahlbündnis Ensemble (Renew Europe-Fraktion im EU-Parlament) liegt in den Umfragen zwischen 26 und 27 Prozent. Sollte die NUPES tatsächlich mehr Wähler:innen in der ersten Runde für sich gewinnen, könnte dies im zweiten Wahlgang zu einer noch stärkeren Mobilisierung der linken Wählerschaft führen – was Macron wertvolle Sitze kosten könnte.

Marine Le Pens rchtsextreme „Rassemblement national“ (ID-Fraktion) liegt in den Umfragen bei 20 bis 23 Prozent. Die UDC-Allianz, die von der Mitte-Rechts-Partei Les Républicains (EVP-Fraktion) und der liberalen UDI angeführt wird, ist dagegen auf rund 10 Prozent abgestürzt. Die rechtsextreme Reconquête von Eric Zemmour käme laut Umfragen auf 5 bis 6 Prozent.

Diese Ergebnisse der ersten Runde werden sich jedoch nicht in Sitzen widerspiegeln. Das Wahlverhalten begünstigt in der zweiten Runde zentristische Parteien, was dem amtierenden Präsidenten einen erheblichen Vorteil verschafft.

Das Wahlverhalten begünstigt in der zweiten Runde zentristische Parteien, was dem amtierenden Präsidenten einen erheblichen Vorteil verschafft.

Die jüngste ELABE-Sitzprognose für die endgültige zweite Runde sieht Macrons Ensemble bei 290 bis 330 Sitzen. 289 Sitze sind für eine absolute Mehrheit erforderlich. Das Linksbündnis NUPES kommt laut ELABE auf 160 bis 185 Sitze, und Le Pens „Rassemblement national“ würde zwischen 35 und 65 Sitze erhalten. Der UDC-Block liegt bei 25-50 Sitzen.

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