Italien will 610 Millionen Euro zur Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge bereitstellen

Von den 4,5 Millionen Ukrainer:innen, die seit dem Beginn der russischen Invasion am 24. Februar aus ihrem Land geflohen sind, sind bisher 88.593 oder 2 Prozent aller ukrainischer Flüchtlinge in Italien angekommen, teilte das Innenministerium am Sonntag (10. April) mit. [EPA-EFE/Darek Delmanowicz]

Italien hat 610 Millionen Euro bereitgestellt, um die im Land ankommenden Ukrainer:innen und die ukrainische Regierung finanziell zu unterstützen.

Seit dem Zweiten Weltkrieg hat Europa keine so große Flüchtlingswelle mehr erlebt. Von den 4,5 Millionen Ukrainer:innen, die seit dem Beginn der russischen Invasion am 24. Februar aus ihrem Land geflohen sind, sind bisher 88.593 oder 2 Prozent aller in Italien angekommen, teilte das Innenministerium am Sonntag (10. April) mit.

„In den letzten zwei Wochen hat die Regierung neue Mittel bereitgestellt, um ukrainischen Flüchtlingen bei der Deckung ihrer täglichen Ausgaben zu helfen. Dazu gehören Lebensmittel, Medikamente und Schulmaterial. Insgesamt haben wir rund 500 Millionen Euro für die Unterstützung der in Italien ankommenden Ukrainer:innen bereitgestellt“, erklärte Ministerpräsident Mario Draghi in einer Videobotschaft für die internationale Kampagne „StandUpforUkraine.“

Zudem sollen 110 Millionen Euro als direkte Finanzhilfe an die ukrainische Regierung fließen und über das Rote Kreuz zusätzliche Hilfen für die Menschen in der Ukraine und den Nachbarländern bereitgestellt werden, so Draghi.

„Italien hat die Flüchtlinge aus der Ukraine mit offenen Armen empfangen. Mehr als 85.000 Menschen – meist Frauen und Kinder – haben in unserem Land Schutz vor dem Krieg gesucht. Die Italiener:innen haben die Türen ihrer Häuser und ihrer Schulen geöffnet. Wir werden nicht wegschauen“, fügte Draghi hinzu.

Nach Angaben des Innenministeriums hat Italien 45.816 Frauen, 9.700 Männer und 33.077 Minderjährige aufgenommen, die meisten von ihnen in den Großstädten Mailand, Rom, Neapel und Bologna.

Der Vatikanstaat rief während der Feierlichkeiten zum Palmsonntag erneut zu einem Waffenstillstand auf. „Möge eine österliche Waffenruhe beginnen, aber nicht, um die Waffen neu zu laden und den Kampf wieder aufzunehmen. Ein Waffenstillstand, um durch echte Verhandlungen zum Frieden zu gelangen“, sagte Papst Franziskus auf dem Petersplatz.

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